Stadtpfl├Ąnzchen im SWR-Fernsehen

Das Stadtpfl├Ąnzchen Emmendingen findet immer mehr Aufmerksamkeit bei B├╝rgerinnen und B├╝rgern und nun auch bei den Medien. Der SWR schickte ein Filmteam nach Emmendingen, das Aufnahmen vor Ort machte. Der Beitrag ist nach ca. 35 Minuten in der SWR-Mediathek Landesschau Baden-W├╝rttemberg vom 26.1.2024 zu finden.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung: Maria Steinmetz-Hesselbach. Sie ist die treibende Kraft und bringt das Stadtpfl├Ąnzchen Emmendingen seit nunmehr fast drei Jahren nach vorne. Das vom SPD-Ortsverein Emmendingen initiierte und auf den Weg gebrachte Stadtpfl├Ąnzchen stellt Interessierten nachhaltiges Saatgut kostenlos zur Verf├╝gung. Die herzliche Bitte, die damit verbunden ist: Bringt von eurer Ernte dann wieder Samen zum Stadtpfl├Ąnzchen zur├╝ck. Denn Ziel der Aktion ist es, sich selbst vermehrendes, nachhaltiges und regionales Saatgut wieder verst├Ąrkt in den Fokus der G├Ąrtnerinnen und G├Ąrtner zu r├╝cken und zur Verbreitung und Vermehrung von samenfestem Saatgut beizutragen.

Mit der in der Stadtbibliothek in Emmendingen angesiedelten Saatgut-Bibliothek, mit der Homepage „stadtpflaenzchen.de“ und den von Maria geplanten und durchgef├╝hrten Veranstaltungen wie „Samenbomben basteln“ oder „Gemeinsam eint├╝ten“ ist das Stadtpfl├Ąnzchen inzwischen bei den B├╝rgerinnen und B├╝rgern angekommen. Immer mehr Interessierte holen sich Saatgut und, was besonders erfreulich ist, bringen dann auch wieder Samen zur├╝ck zum Stadtpfl├Ąnzchen.

Nun gesht das Sradrpfl├Ąnzchen Emmendingen ins dritte Jahr. Immer mehr Menschen haben sich der Initiative angeschlossen, holen Saatgut im Fr├╝hjahr und bringen einen Teil ihrer Samenernte dann auch wieder zum Stadtpfl├Ąnzchen zur├╝ck.

Mit diesem Link kommt man direkt zu der Sendung „Landesschau Baden-W├╝rttemberg vom 26.1.2024“ zum Beitrag ├╝ber das Emmendinger Stadtpfl├Ąnzchen: https://www.swrfernsehen.de/landesschau-bw/landesschau-baden-wuerttemberg-vom-2612024-100.html

 

Winterblume Christrose

Es ist Winterzeit und es ist eine tr├╝be, dunkle Zeit, vor allem wenn Regen statt Schnee vom Himmel f├Ąllt. Nur die Christrose entfaltet ihre Bl├╝ten zur Weihnachtszeit und weckt den Garten aus dem Winterschlaf. Wenn sich die meisten anderen Pflanzen im Winterschlaf befinden, haben sie ihren gro├čen Auftritt.┬á Es ist allj├Ąhrlich ein Wunder, wenn sich die Bl├╝tenpracht der Christrose in der sonst tristen Natur entfaltet. Ab Ende Oktober beeindruckt uns das strahlende wei├č der Bl├╝ten. Ab November bis April l├Ąsst uns die Christrose, auch Schneerose oder Lenzrose genannt, mit ihren gelb, rosa und roten, aber auch in kr├Ąftigen lila T├Ânen den Fr├╝hling erahnen.

Die Christrose ist einer der ├Ąltesten Kulturpflanzen und um sie ranken sich viele Legenden und Mythen. Die Christrose wurde fr├╝her im Volksmund mit Namen bedacht wie Nieswurz, Kr├Âtenliie, Warzenfluch, die nicht gerade werbewirksam waren f├╝r die sch├Ątzenswerten Gartenpflanzen der Helleborus. Die zerriebenen Wurzeln sollten fr├╝her den Erz├Ąhlungen nach als Niespulver genutzt worden sein. Sicher ist, dass die Menschen der Antike schon wussten, dass die Gifte der Hellborus einerseits Drogen sind, deren Genuss Schwindel, Erbrechen, Kr├Ąmpfe und L├Ąhmungen hervorrufen, die zum Tode f├╝hren k├Ânnen – andererseits in richtiger Dosierung Heilmittel f├╝r Mensch und Tier sein k├Ânnen. Wurzelst├Âcke von Helleborus niger, der Schwarzen Nieswurz, wurden fr├╝her ger├╝hmt f├╝r ihrer positive Wirkung bei Geisteskrankheiten.

Das nat├╝rliche Vorkommen der Christrose liegt in den Kalkalpen von ├ľsterreich, Slowenien und Italien. Aber auch im Berchtesgardenerland ist die streng gesch├╝tzte Pflanze zu Hause. Sie findet bereits Erw├Ąhnung in antiken Erz├Ąhlungen und war schon den Germanen heilig. Im Mittelalter wurden ihr sogar allerlei Heil- und auch Zauberkr├Ąfte zugeschrieben.

Der Inbegriff von Christrosen ist sicherlich die wei├če Christrose, Helleborus niger, die ihrer schwarzen Wurzel wegen auch „Schwarze Nieswurz“ genannt wird.

Diese sch├Ânste Art ist gleichzeitig auch die eigenwilligste. S├Ąmlinge erbl├╝hen erst nach drei bis vier Jahren, daf├╝r k├Ânnen sie an geeigneten Standorten uralt werden. Sie wollen m├Âglichst wenig bewegt werden. Nach dem Pflanzen zeigt sie erst im dritten Jahr ihre volle Sch├Ânheit. Teilen kann man sie am ehesten im sp├Ąten Sommer. Beim Pflanzen m├╝ssen die Wurzeln senkrecht in die Erde kommen. Die Christrose ben├Âtigt kalkhaltige (!), lehmdurchsetzte Humusb├Âden mit Mulchschicht, die vor allem bis zum fr├╝hen Sommer nicht austrocknen sollten. Starke Wurzelkonkurrenz sollte man Helleborus niger ersparen. In sauren, torfigen B├Âden werden sie von pilzlichen Blattflecken-Krankheiten befallen, die die Pflanzen sehr sch├Ądigen. In unserer schneearmen Gegend sollten sie einen halbschattigen, warmen windgesch├╝tzten Platz erhalten.

Die fr├╝heste Rasse Helleborus niger „Praecox“ beginnt schon im Oktober zu bl├╝hen. Die Sorte H. n. „Altifolius“ tr├Ągt den Namen „Christrose“ mit der gr├Â├čten Berechtigung, denn ihre Hauptbl├╝tezeit ist tats├Ąchlich um das Weihnachtsfest herum – allj├Ąhrlich wieder ein gro├čes Wunder! Gut, dass Christrosen in der Bl├╝te etliche Frostgrade ├╝berstehen k├Ânnen.

2023 war ein schwieriges Gartenjahr

Der Sommer hatte alles zu bieten, sonnige, trockene und hei├če Phasen wurden von durchwachsenen und k├╝hlen Wetterphasen abgel├Âst. Schw├╝lhei├čes Wetter mit kr├Ąftigen Unwettern vieler Orts war in diesem Sommer h├Ąufig anzutreffen. Baden-W├╝rttemberg schwitzt bei hei├čen Temperaturen deutschlandweit besonders. Der diesj├Ąhrige Sommer war ├╝berdurchschnittlich warm. Am w├Ąrmsten war es entlang der Oberrheinebene zwischen Frankfurt und Freiburg. Wir wurden hier regelm├Ą├čig von ÔÇ×Hitzeglocken“ aus S├╝deuropa heimgesucht.

Deshalb m├╝ssen wir unseren Garten neu ├╝berdenken. Schon jetzt haben es durstige Pflanzen und der Zierrasen schwer, denn im Sommer wird das Wasser zunehmend knapp und steht nicht immer unbegrenzt zur Verf├╝gung. Mit einer durchdachten Gestaltung lassen sich das Mikroklima im Garten und die Lebensbedingungen f├╝r unsere Pflanzen verbessern. Stichworte sind hier:┬á Kraterbeete oder Permakultur. Durch ein kluges Wassermanagement kann so f├╝r Zeiten von Hitze und Trockenheit vorgesorgt werden. Dar├╝ber hinauskann bei Starkregen das Wasser im Boden versickern, wodurch auch die Gefahr von Hochwasser verringert wird. Schotterg├Ąrten verhindern die Versickerung und sind generell sch├Ądlich und zu vermeiden. Pflanzen sollten die Hauptakteure im Garten und Vorgarten sein, denn sie verbessern das Mikroklima, sch├╝tzen den Boden und bieten Nahrung und Lebensraum f├╝r Tiere.

Auch wir, von der Initiative ÔÇ×Stadtpfl├ĄnzchenÔÇť, haben den nicht so ertragreichen Sommer zu sp├╝ren bekommen. Trotzdem haben sich Menschen nicht nur kostenlos ihre Sament├╝tchen ÔÇ×ausgeliehenÔÇť, sondern uns auch wieder von ihrem gewonnen Saatgut zukommen lassen. Allen, die uns Samen vorbei gebracht haben, sagen wir ein dickes Danke sch├Ân! Wir hoffen, dass sich noch ein paar Saatgutspender finden werden. Und dass diese immer mehr werden. Denn nur so kann unser Projekt „Stadtpfl├Ąnzchen“ auf Dauer funktionieren.

Doppeltes Primelvergn├╝gen: Premiere im Haus, zweiter Fr├╝hling im Garten

Winter ade, m├Âchte man singen, wenn uns in den Blumengesch├Ąften oder in den Gartencentern in goldgelb, orange, verschiedenen Blau-, Violett- und Rosat├Ânen, in roten und rostigen Nuancen und in Wei├č die Primeln entgegen lachen. Palettenweise m├Âchte man sie nach Hause tragen, um drau├čen die bis dato verwaisten Schalen, T├Âpfe, K├Ąsten zu bepflanzen und den Fr├╝hling herbeizuzaubern. Denn die Primel, die uns als Topfpflanze so bezaubert, ist ja eine Staude und sogar winterhart. In erster Linie werden die gro├čblumigen Hybriden von Primula acaulis bzw. Primula vulgaris von Dezember bis April als L├╝ckenb├╝├čer vermarktet, f├╝r halbschattige Gartenpl├Ątze. Aber nicht nur dort sind Primeln prima. Jetzt kann man drinnen im Haus der sch├Ânsten Primellust fr├Ânen, einfach nur in der Lieblingsfarbe oder in verschiedenen Nuancen einer Farbrichtung oder in lustigem Kunterbunt. Vielleicht auch ganz in Wei├č mit kleinem oder gro├čem unterschiedlich get├Ântem „goldigen“ Herzchen?

Die Qual der Wahl ist bei den pr├Ąchtigen Farben ebenso gro├č wie bei der Suche nach einem besonderen, ausgefallenen Pflanzgef├Ą├č. Eine Suppenterrine, Keramiksch├╝ssel oder gar ein Nachtgeschirr? Alles schon mal dagewesen. Vorz├╝glich eignen sich K├Ârbe in jeder Form, K├Ârbe, die sich mit Heu, Stroh und/oder trockenen Gr├Ąsern, mit Ranken, biegsamen Zweigen, B├Ąndern und Borten und Kordeln nat├╝rlich „aufmotzen“ lassen.

Mit perforierter Folie ausgeschlagen, wird jeder Korb zum Pflanzgef├Ą├č. F├╝r welches Gef├Ą├č Sie sich auch entscheiden: Es kann nur vor├╝bergehend als Primelquartier dienen. Denn nach der Bl├╝te sollten die vor kultivierten Primeln an ein halbschattiges Pl├Ątzchen in den Garten gesetzt werden. Dort erleben sie ihren zweiten Fr├╝hling. Man kann sich eine kunterbunte Primelecke einrichten, die Jahr f├╝r Jahr all die „Fr├╝hchen“ vom Zimmerintermezzo aufnimmt, denn zum Wegwerfen sind sie wirklich zu schade.

Melisse

Zitronenmelisse – Aromatisch duftendes Immenblatt

Melissa officinalis, auch Zitronenkraut oder Zitronenmelisse genannt, hat eine sehr enge Beziehung zu Honig und Bienen. Mit ihrem s├╝├čen Duft anlockend, bildet die bl├╝hende Pflanze eine hervorragende Bienenweide. Damit die Bienen in der N├Ąhe der Bienenst├Âcke blieben, pflegten fr├╝her die Imker die K├Ârbe mit Melissenbl├Ątter einzureiben.

Urspr├╝nglich war die Melisse im Vorderen Orient und im Mittelmeerraum zu Hause. Die Kenntnisse von den heilsamen Wirkstoffen der Pflanze reichen weit zur├╝ck. Bereits die Griechen und R├Âmer sch├Ątzten und nutzten die Melisse.

Bei uns ist die Pflanze seit langem heimisch, hat sich dem rauen Klima angepasst und ist bei Feinschmeckern, Bienenfreunden und Naturheilkundigen beliebt. Frische Melissebl├Ąttchen geben Saucen, Salaten, Eint├Âpfen und eingek├╝hlten Sommersuppen eine raffinierte W├╝rze. Das Kraut ist besonders reich an ├Ątherischen

├ľlen, Gerb- und Bitterstoffen, die vor allem nervenst├Ąrkend und krampfl├Âsend wirken.

Melissentee beruhigt bei nerv├Âsem Herzklopfen und Schlafst├Ârungen, entspannt bei Monatsbeschwerden und Kopfschmerzen. Der Saft aus zerdr├╝ckten, frischen Bl├Ąttern ist ├╝berraschend wirkungsvoll bei Bienen- und Insektenstichen,

wenn die Einstichstelle sofort mit den Bl├Ąttern abgerieben wird. Die anspruchslose Melisse w├Ąchst ├╝berall und f├╝hlt sich selbst in Balkonk├Ąsten oder gr├Â├čeren Blument├Âpfen wohl. Eine regelm├Ą├čige Kompostgabe ist die beste

Nahrungsgrundlage. Die ausdauernde Staude wird bis zu einem Meter hoch, besitzt einen verzweigten Wurzelstock, der kurze Ausl├Ąufer treibt und ├╝berwintert als Grundrosette. Als Gestalterin lebender Gartenbilder stelle ich immer

wieder fest, dass Pflanzen mit sch├Ânem Blattwerk und gutem Duft dabei sehr brauchbar sind.

Neben der gr├╝nbl├Ąttrigen normalen Melisse gibt es eine Variante „Melissa off. „Aurea“, die mit ihren goldgelb leuchtenden Bl├Ąttern besticht.

Mit einer H├Âhe von nur 50 Zentimetern l├Ąsst sie sich wunderbar sowohl in sonnigen als auch in schattigen Bereichen einsetzen. Das Bl├╝hen ist g├Ąnzlich nebens├Ąchlich; richtig sattsehen kann man sich an den Mustern und Strukturen.

Maria

Mulchen

Mulchen – der Natur auf die Finger geschaut

Bei der Arbeit im Garten sollte die Natur unser Vorbild sein. Betrachten wir den Boden in einem Laubwald, so werden wir feststellen, da├č er nie „nackt“ und ungesch├╝tzt daliegt. Jedes Fleckchen ist entweder mit Pflanzen bewachsen oder von Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen bedeckt. Diese Streuschicht sch├╝tzt den darunterliegenden Boden vor ├╝berm├Ą├čiger Sonneneinstrahlung, aufprallendem Regen, austrocknenden Winden und anderen Witterungseinfl├╝ssen. Diesen Zustand k├Ânnen wir in unserem Garten nachahmen, indem wir den Boden zwischen den Blumen- und Gem├╝sebeeten, unter Str├Ąuchern und B├Ąumen mit einer Schicht aus Gr├╝nschnitt, Stroh oder Rindenhumus abdecken. Durch Mulchen werden eine ganze Reihe guter Wirkungen erzielt. Unter der Mulchdecke entsteht ein Bereich dunkler Feuchtigkeit, den unsere wichtigsten Mitarbeiter im Garten, die Bodenlebewesen, lieben. Durch den Mulch wird ihre Aktivit├Ąt enorm gef├Ârdert; Regenwurm, Asseln und viele andere kleine und kleinste n├╝tzliche Gartenbewohner finden unter der Mulchdecke einen idealen Lebensraum, gesch├╝tzt vor Trockenheit, prallem Sonnenlicht und gr├Â├čeren Temperaturschwankungen. Durch diese rege Bodent├Ątigkeit und die st├Ąndige Zufuhr humusbildender organischer Substanzen entsteht eine kr├╝melige Bodenstruktur, die wiederum f├╝r die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen bietet. Wasser- und Lufthaushalt sind in harmonischem Gleichgewicht. Wasser├╝bersch├╝sse werden schnell abgeleitet, so da├č keine Staun├Ąsse entstehen kann. Andererseits kann der so gut vorbereitete Boden auch f├╝r l├Ąngere Trockenperioden bestens Wasser speichern. Unter der Mulchdecke kann er nicht verschl├Ąmmen und verkrusten. Diese gleichm├Ą├čige Wasserversorgung der Pflanze verhindert Wachstumsstockungen und schaltet damit eine wesentliche Ursache f├╝r den Blattlausbefall aus. In Hanglagen wird der Boden leicht durch Wind und Wasser abgetragen. Nach starken Regenf├Ąllen finden sich h├Ąufig die wertvollsten feinen Bodenteilchen am Hangfu├č zusammengeschwemmt. Eine Mulchdecke verhindert das. Gleichzeitig unterdr├╝ckt der Mulch das Unkraut. Durch den Lichtentzug haben Samenunkr├Ąuter keine gro├če Chance, sich zu entwickeln, und das spart eine Menge Arbeit! Zu guter Letzt braucht ein gemulchter Boden viel weniger Gie├čwasser, da ihm durch die Decke kaum Wasser durch Verdunstung verlorengeht. Und jetzt im Sp├Ątherbst und Winter h├Ąlt die Mulchschicht die W├Ąrme im Boden und wirkt regulierend auf die Temperatur.

Zum Mulchen eignet sich unter anderem Gr├╝nschnitt, Kompost, Laub, Stroh, Rindenmulch, geh├Ąckselter Baumschnitt und gesundheitsf├Ârdernde Kr├Ąuter wie Beinwell oder Brennessel.

Der Mulch verrottet im Laufe der Zeit und es werden N├Ąhrstoffe frei gesetzt. Die Humusbildung und das Bodenleben werden gef├Ârdert. Der Boden wird feucht gehalten und der Unkrautwuchs wird verhindert. Aber je nach Material kann die Mulchschicht leider auch Schnecken anlocken.

Maria

Sament├╝tchen 18.10.: Phacella

Anbau: Phacelia kann┬áin milden Lagen bereits im M├Ąrz, sonst Ende April direkt ins Beet etwa ein bis zwei Zentimeter tief ausges├Ąt werden. Bei 12 bis 18 Grad Celsius keimen die Samen innerhalb von 14 Tagen. Da die Pflanze k├Ąlteempfindlich ist, sollte man mit der Aussaat warten, bis keine Bodenfr├Âste mehr drohen. Als Gr├╝nd├╝ngungspflanze ist der Bienenfreund hierzulande beliebt. Im Dezember werden die St├Ąngel dann abgeschnitten, das Kraut bleibt auf den Beeten liegen. Im Fr├╝hling arbeitet man die Pflanzenreste beim Umgraben mit in den Boden ein. Dies produziert wichtigen Humus. Die nachfolgenden Gem├╝se profitieren von der tief gelockerten, n├Ąhrstoffreichen Erde.

Pflege:

Phacelia ist recht trockenheitsvertr├Ąglich und braucht nicht viel Pflege. Nur w├Ąhrend der Wachstumsphase sollte eine ausreichende Bew├Ąsserung gew├Ąhrleistet sein. Einmal im Monat kann man den Bienenfreund mit etwas D├╝nger versorgen, um ihn in Bl├╝hlaune zu halten. Um eine Selbstaussaat zu vermeiden, sollte die Pflanze vor der Fruchtbildung geschnitten werden.

Samenernte:

Sind┬á die Samen reif, springen die zweispaltigen, braunen Kapselfr├╝chte bei Ber├╝hrung leicht auf. Sofort sind die Samen sichtbar und lassen sich leicht heraussch├╝tteln. Nach dem Trocknen k├Ânnen sie dann im n├Ąchsten Fr├╝hjahr ausges├Ąt werden. In der Regel reift die Saat vom Bienenfreund ungleichm├Ą├čig. Unreife Samenk├Ârner sind generell nicht keimf├Ąhig, sie reifen auch nicht nach. Das Saatgut dieser Pflanzen ist generell k├Ąlte- und frostempfindlich. Bei Temperaturen unter minus f├╝nf Grad sterben sie ab.

Sament├╝tchen 18.9.: Waldstaudenroggen

Anbau:

Mehrj├Ąhrige, sehr frostharte und anspruchslose Gr├╝nd├╝ngungspflanze, starke Bestockung und intensive Durchwurzelung des Bodens, gut geeignet als Winterzwischenfrucht, schneller Aufwuchs auch bei Trockenheit. Saattiefe: 1-2 cm. Waldstaudenroggen kann man am besten zweij├Ąhrig anbauen. Im ersten Jahr arbeitet man das Schnittgut als Gr├╝ndung unter. Waldstaudenroggen ist sehr frostharte und anspruchslose. Die Pflanze sorgt f├╝r eine gute Durchwurzelung des Bodens.┬á Aussaatzeit: Mitte M├Ąrz ÔÇô Mitte Oktober. Die Saattief sollte 1-2cm betragen

Pflege:

Sie Kann┬á auf fast allen B├Âden anbauen werden, nur zu feuchte sollte man meiden.

Samenernte:

Im zweiten Jahr┬á kann man die Samenk├Ârner ernten.

Sament├╝tchen Nr. 18.8.: Leindotter

Anbau:

Zur┬áGr├╝nd├╝ngung┬áwird der Leindotter zwischen M├Ąrz ÔÇô Mai oder September ÔÇô Oktober ausges├Ąt.Der anspruchslose Leindotter mit seinen traubigen Bl├╝tenst├Ąnden mit hell- bis dunkelgelben Bl├╝ten ist eine der ├Ąltesten heimischen Kulturpflanzen und wird aufgrund der ├Âlhaltigen Samen mit hohem Anteil an unges├Ąttigten Fetts├Ąuren kultiviert. Die jungen Bl├Ątter sind essbar; die Samen k├Ânnen in der K├╝che verwendet oder Sprossen gezogen werden. Bei Leindotter handelt es sich um eine einj├Ąhrige und rasch wachsende Pflanze. Er ist ein Lichtkeimer und sollte bei der Ausaat nur d├╝nn mit Erde bedeckt sein. Leindotter ist f├╝r eine kurzfristige Begr├╝nung geeingnet. Er┬áhinterl├Ąsst eine gute Bodengare. Leindotter ist nicht winterhart und friert sicher ab.

Pflege:

Leindotter m├Âchte sonnig und eher Trocken stehen. Er ist ein Schwachzehrer und braucht keine besondere Pflege.

Saatguternte:

Samen reifen in kleinen Kapseln und die anze Kapsel kann geerntet werden.

Sament├╝tchen Nr. 24: Mohnblume

Anbau:

Als ideal f├╝r die Aussaat ins Freie gelten die Monate M├Ąrz bis Mai. Dann ist auch der Boden noch offen und die Pflanzen haben kaum Konkurrenz. Mohn k├Ânnen Sie breitw├╝rfig oder in einem Reihenabstand von 30 Zentimetern auss├Ąen. Anschlie├čend, je nach Sorte, auf einen Abstand von 20 bis 30 Zentimeter ausd├╝nnen. Bei Herbstsaaten kommt es zu einer fr├╝heren Bl├╝te. Sie k├Ânnen den Boden zuvor mit etwas Kompost anreichern. Halten Sie die Samen nach der Aussaat gleichm├Ą├čig feucht.

Pflege:

Generell ist Mohn eine ├Ąu├čerst pflegeleichte Pflanze. W├Ąhrend l├Ąngerer Trockenzeiten k├Ânnen Sie sie regelm├Ą├čig gie├čen. Au├čerdem sollten Sie Verbl├╝htes regelm├Ą├čig entfernen, auch um zu viel Selbstaussaat zu verhindern. D├╝nger ist nicht notwendig, wenngleich sich die Sorten des T├╝rken-Mohns ├╝ber eine Gabe Kompost vor der Bl├╝te freuen.

Saatguternte:

Je nach Sorte dauert es vier bis sechs Wochen nach dem Ende der Bl├╝te, bis die Kapseln reif f├╝r die Ernte sind. In der Regel ├Âffnen sich die Mohnkapseln von selbst und unter dem oberen Kranz sind ├ľffnungen f├╝r die einzelnen Kammern zu erkennen. Sp├Ątestens dann sollten Sie die Mohnsamen ernten.
Wenn Sie einen Mohn angebaut haben, k├Ânnen Sie testen, ob die Samen reif sind, indem Sie die Fruchtst├Ąnde leicht sch├╝tteln. Rasseln die Samen, sind sie die Kapseln reif f├╝r die Ernte. Bei der Ernte gehen Sie folgenderma├čen vor: mindestens 2 Tage vorher kein Regen, einen sonnigen Tag zur Ernte w├Ąhlen, Ernte am fr├╝hen Nachmittag