Viele flei├čige H├Ąnde …

Die Unterst├╝tzung begeistert! Viele flei├čige H├Ąnde kommen dienstags in die Stadtbibliothek in Emmendingen und bereiten tausende von Sament├╝tchen f├╝r die kostenlose Verteilung im Saatgutregal in der Stadtbibliothek in Emmendingen vor. Samen z├Ąhlen, in Sament├╝tchen verteilken, Etikketten kleben, … die Arbeit geht nicht aus. Und alles muss zur Aussaatzeit fertig sein. Doch Stress kommt nicht auf. „Die Stimmung ist fantastisch“, sagt Maria Steinmetz-Hesselbach, die Protagonistin des „Stadtpfl├Ąnzchen-Projekts“. Zusammen mit Ute Harrer-Jenne und Mona Speth ist sie Expertin f├╝r nachhaltiges und regionales Saatgut.

Inzwischen bringen die „Helfenden H├Ąnde“ Tee, Kaffee und Kuchen zu den Treffen mit. „Das ist eine tolle Sache hier. Deshalb unterst├╝tze ich das Stadtprfl├Ąnzchen-Projekt“, so eine Teilnehmerin. Und nebenbei werden Erfahrungen und Informationen ├╝ber Aussaat, Pflege und Hege der Pfl├Ąnzchen und die Gewinnung von Saatgut im Herbst ausgetauscht. „Die Arbeit macht Spa├č, geht leicht von der Hand und die Stimmung ist einfach toll“, so ein Teilnehmer.

Das Stadtpfl├Ąnzchen-Projekt geht auf eine Initiative der SPD Emmendingen zur├╝ck. Mit Unterst├╝tzung der Stadt ist es gelungen, bereits nach einem Jahr viele Menschen zu gewinnen, die sich f├╝r den Erhalt von nachhaltigem und nicht industriell produziertem Saatgut engagieren wollen. Die Idee, als „kick-off“ ausreichend Sament├╝tchen mit regilanlem und sich wieder selbst vermehrenden Samen kostenlos zur Verf├╝gung zu stellen, ist aufgegangen. Inzwischen hat sich ein harter Kern gebildet, der sich langsam aber sicher zu einer verschworenen Gemeinschaft entwickelt.

Die Zielsetzung von Stadtpfl├Ąnzchen in Emmendingen ist es, die Stadt Emmendingen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner f├╝r nachhaltiges G├Ąrtnern und den Anbau von Obst und Gem├╝se zu sensibilisieren. Hierbei soll ein Bewusstsein f├╝r gesunde, lokale und ├Âkologische Lebensmittel geschaffen werden. Zudem sollen Freifl├Ąchen in der Stadt genutzt werden, um gemeinschaftliche G├Ąrten anzulegen und die urbane Biodiversit├Ąt zu erh├Âhen. Die Initiative zielt auch darauf ab, Menschen unabh├Ąngiger von Superm├Ąrkten und den Transportwegen von Lebensmitteln zu machen. Durch Bildungsangebote und Workshops sollen B├╝rgerinnen und B├╝rger bef├Ąhigt werden, ihr eigenes Obst und Gem├╝se anzubauen und zu ernten. Die Initiative Stadtpfl├Ąnzchen will damit einen Beitrag zu einem nachhaltigen und umweltbewussten Lebensstil leisten und die Stadt Emmendingen zu einem nachhaltigen Vorbild machen.

Hitze macht Pflanzen zu schaffen.

Es gibt Pflanzen, denen macht die Hitze nicht so viel aus. Sie sind resistenter gegen hohe Termperaturen, wie sie auch in unseren Breiten zunehmend vorkommen. Hier eine Auswahl:

Sanddorn

Die Fr├╝chte des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) sind gesund und lassen sich fabelhaft zu leckerer Marmelade verarbeiten. Er kommt recht gut mit Hitze zurecht und eignet sich daher f├╝r eine Anpflanzung im immer w├Ąrmeren Klima.

Wer Fr├╝chte ernten m├Âchte, muss eine weibliche und eine m├Ąnnliche Sorte oder direkt eine speziell gez├╝chtete, selbstfruchtende Sorte anpflanzen, da Sanddorn zweih├Ąusig ist. Doch auch als reiner Zierstrauch ist Sanddorn eine Augenweide. Sanddorn liebt durchl├Ąssige, lockere, sandige B├Âden und einen sonnigen Standort.

Ginster

Ginster (Genista) kommt urspr├╝nglich aus dem Vorderen Orient. Er z├Ąhlt zu den Str├Ąuchern, die Hitze und Trockenheit gut vertragen und mit kargen B├Âden zurechtkommen. Auch wenn seine gelben Bl├╝ten verlockend erscheinen, ist Vorsicht geboten: Ginster ist f├╝r Mensch und Tier giftig.  Neben Ginster kommen auch andere H├╝lsenfr├╝chtler der gleichen Pflanzenfamilie wie Cytisus (auch Gei├čklee) und Ulex (Stechginster)sehr gut mit Hitze und Trockenheit zurecht.

Olivenbaum

Olivenb├Ąume (Olea europaea) sind ├Ąu├čerst hitze- und trockenresistent. Die immergr├╝ne Pflanze kennt man aus Urlauben in Griechenland, Italien oder anderen s├╝dlichen Mittelmeerl├Ąndern, wo man gro├če Olivenhaine findet. Olivenb├Ąume wachsen sehr langsam, bl├╝hen erst nach 7-8 Jahren. Erst nach der Bl├╝te tragen sie Fr├╝chte. Dann haben sie eine H├Âhe von etwa 2 m erreicht. Will man seine eigenen Oliven ernten, muss man also Geduld haben. Au├čerdem sollte man dann entweder eine selbstfruchtende Sorte ausw├Ąhlen, oder zwei B├Ąume anbauen. Denn als zweih├Ąusige Pflanzenart gibt es rein m├Ąnnliche und rein weibliche Olivenb├Ąume.

Trompetenbaum

Nicht nur wegen seines Namens ist der Trompetenbaums (Catalpa bignonioides) ein ungew├Âhnliches Gew├Ąchs. Seine herzf├Ârmigen Bl├Ątter, die zahlreichen glockenf├Ârmigen Bl├╝ten und die bis zu 35 cm langen, bohnenartigen Fr├╝chte fallen in jedem Garten auf. Auch f├╝r Insekten ist der Trompetenbaum attraktiv, sie werden von seinen Bl├╝ten angelockt.

Der Trompetenbaum w├Ąchst am besten auf frischen n├Ąhrstoffreichen B├Âden, vertr├Ągt aber auch Trockenheit und Hitze, selbst auf weniger optimalen B├Âden. Frisch gepflanzt ist der Trompetenbaum die ersten f├╝nf Jahre frostanf├Ąllig und muss deshalb gegen K├Ąlte gesch├╝tzt werden.

Geranie

Geranien (Pelargonium) hei├čen eigentlich Pelargonien. Trotzdem sind sie als Geranien bekannt und auf vielen Balkonen zu finden. Die Pelargonienarten kamen urspr├╝nglich aus S├╝dafrika und bevorzugen sonnige und warme Standorte f├╝r ein gutes Wachstum und eine reiche Bl├╝tenbildung.

Petunie

Petunien (Petunia) sind gute K├╝belpflanzen f├╝r sonnige Balkone. Petunien k├Ânnen aufrecht oder h├Ąngend wachsen, je nach Art. Bei auseichender Bew├Ąsserung und guter Erde gedeihen sie auch bei hohen Temperaturen. Wenn man m├Âchte, k├Ânnen Petunien mit etwas Aufwand auch an einem k├╝hlen Ort im Haus ├╝berwintert werden.

Artischocken

Traditionell wachsen Artischocken (Cynara cardunculus var. scolymus) in L├Ąndern um das Mittelmeer.  Von dort sind sie gro├če Hitze gew├Âhnt und k├Ânnen auch h├Âhere Temperarturen aushalten. Auch wenn Artischocken Hitze gut vertragen, sind sie gegen Trockenheit allergisch. Deshalb m├╝ssen sie regelm├Ą├čig und ausreichen gegossen werden. Nach der Ernte der leckeren Bl├╝tenst├Ąnde k├Ânnen Artischocken im Boden bleiben, denn sie sind mehrj├Ąhrig und wachsen auch in den kommenden Jahren wieder. Vorausgesetzt, man bringt sie gut ├╝ber den Winter. Denn K├Ąlte vertragen sie nicht gut.