SamentĂŒtchen Nr. 2: Feldsalat

Anbau:
Der anspruchslose Feldsalat gedeiht gut im Beet nach den Hauptkulturen, außer nach Kopfsalat und sich selbst. Ein Anbau im Balkonkasten ist möglich. Als  Langtagpflanze wird er nur im Herbst und Winter angebaut, weil Feldsalat im Sommer schnell in BlĂŒte geht. Aussaat fĂŒr die Herbst- und Winterernte: ab Mitte August. FĂŒr die FrĂŒhjahrsernte: etwa Mitte September. Die Saat mit wenig Erde bedecken, feucht halten und spĂ€ter zu eng stehende SĂ€mlinge entfernen.
Pflege:
WĂ€hrend der Keimphase in den ersten drei Wochen darf die Saat nicht austrocknen. Ist es zum Zeitpunkt der Aussaat noch sehr warm, den Boden vorher durchdringend wĂ€ssern. Ein Gartenvlies verhindert, dass das Gießwasser zu schnell verdunstet. SpĂ€ter muss der Feldsalat je nach Wetterlage nur noch hin und wieder gegossen werden. Sobald die Bodentemperatur unter 8 °C sinkt, wĂ€chst er nicht mehr nach. Indem Sie Vlies auf die Reihen legen, können Sie diesen Zeitpunkt hinauszögern. LĂŒften Sie an milden Tagen, um einem Pilzbefall vorzubeugen. Steigen die Temperaturen, wĂ€chst auch der Feldsalat wieder.
Saatguternte:
Im Herbst ausgesĂ€ter Feldsalat verbleibt den Winter ĂŒber im Garten und blĂŒht im FrĂŒhling. Man braucht 50 Pflanzen, um eine gute genetische Vielfalt zu erhalten. Von SamentrĂ€gern keine BlĂ€tter zum Essen ernten. Bei der Selektion sind GrĂ¶ĂŸe, Form und Farbe des Blattes sowie krĂ€ftige und große Blattrosetten entscheidend. Feldsalatsamen reifen sehr ungleichzeitig und ĂŒber einen langen Zeitraum. Wenn ca. 2/3 der Samen nicht mehr grĂŒn sind oder nur noch wenige BlĂŒten sichtbar dann werden die ganzen SamentrĂ€ger geerntet. Achtung, dabei fallen schon viele reife Samenkörner aus, also möglichst direkt in einen BehĂ€lter ernten. Die Pflanzen werden nachgetrocknet, am besten auf einem Netz bei nicht zu warmen Temperaturen. RegelmĂ€ĂŸig wenden nicht vergessen und die reifen Samenkörner abnehmen, damit diese nicht schimmeln. Die Samen dunkeln im Lager nach. Sie keimen erst nach zwei Monaten Ruhephase. Nach einem Jahr ist die KeimfĂ€higkeit am besten. Daher zur Aussaat immer Saatgut der Vorjahresernte verwenden. Auf dem Etikett den Namen sowie das Produktionsjahr vermerken.

SamentĂŒtchen Nr. 14 Salbei

Vorbemerkung

Salbei ist eine robuste und vielseitige Pflanze, die in vielen Klimazonen wachsen kann. Damit Salbei gut wĂ€chst, gibt es einige wichtige Faktoren, die berĂŒcksichtigt werden sollten:

  1. Standort: Salbei bevorzugt einen sonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Im Halbschatten kann die Pflanze auch wachsen, aber sie benötigt mehr Zeit, um zu reifen und zu blĂŒhen.
  2. Boden: Salbei bevorzugt einen leicht sandigen, gut durchlÀssigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Der Boden sollte nÀhrstoffreich sein, aber nicht zu schwer oder nass.
  3. BewĂ€sserung: Salbei ist relativ trockenheitsresistent und benötigt nicht viel Wasser. Es ist wichtig, dass der Boden zwischen den BewĂ€sserungen leicht trocken wird, um das Wurzelwachstum zu fördern. Eine ÜberbewĂ€sserung sollte vermieden werden, da dies zur FĂ€ulnis der Wurzeln fĂŒhren kann.
  4. DĂŒngung: Salbei benötigt nicht viel DĂŒngung. Eine gelegentliche Gabe von Kompost oder einem ausgewogenen DĂŒnger wĂ€hrend der Wachstumsperiode kann jedoch das Wachstum und die BlĂŒte fördern.
  5. SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung: Salbei ist relativ resistent gegen SchĂ€dlinge und Krankheiten. Einige gelegentliche SchĂ€dlinge wie BlattlĂ€use oder Weiße Fliegen können jedoch vorkommen. Eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle und gegebenenfalls BekĂ€mpfung von SchĂ€dlingen ist wichtig, um das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen zu erhalten.
  6. Pflege: Salbei ist eine robuste Pflanze, die wenig Pflege benötigt. Das ZurĂŒckschneiden der Pflanze um ein Drittel der LĂ€nge im FrĂŒhling kann das Wachstum und die Buschigkeit fördern. Das Entfernen von verblĂŒhten BlĂŒten kann auch das Wachstum neuer BlĂŒten fördern.

Salbei ist auch eine nĂŒtzliche Pflanze im Garten, da sie durch ihre Ă€therischen Öle SchĂ€dlinge fernhalten und zur Verbesserung der BodenqualitĂ€t beitragen kann.

Anbau:
Die Aussaat in Vorkultur erfolgt im MĂ€rz/April, ins Freiland im April/Mai/Juni. Salbei ist ein Lichtkeimer, und wird bei der Aussaat nur auf die Aussaaterde gestreut und leicht angedrĂŒckt, nicht aber mit Erde bedeckt. Wer möchte, kann den Samen mit feinem Sand bestreuen, das schĂŒtzt vor Austrocknen und lĂ€sst gleichzeitig das Licht durch. Die optimale Keimtemperatur betrĂ€gt 18-22 Grad Celsius. Nach der Keimung wird die Pflanze im Abstand von 40 cm mal 40 cm gepflanzt. Bitte erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland pflanzen. Der Salbei ist eine gute Nahrungspflanze fĂŒr Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und unter guten Bedingungen kommt die große Holzbiene in den Garten.
Pflege:
Muskateller-Salbei ist eine winterharte mehrjĂ€hrige Pflanze und braucht wenig Pflege. Er braucht viel Sonne und durchlĂ€ssige Böden. Salbei gehört zu den mehrjĂ€hrigen Pflanzen, die im ersten Jahr eine Blattrosette ausbilden und im folgenden Jahr imposante BlĂŒtenstĂ€nde entwickeln. Seine BlĂŒten duften angenehm nach Zitrone und krĂ€ftig wĂŒrzig.
Saatguternte:
Muskateller-Salbei ist mehrjĂ€hrig und sĂ€t sich nach der BlĂŒte selbst weiter aus. An den großen BlĂŒtenstĂ€nden bilden sich viele kleine Samen. Da sich die reifen Samen leicht herauslösen und herunterfallen, werden nach der BlĂŒte, wenn die ersten Samen herausrieseln, am besten die ganzen BlĂŒtenstĂ€nde abgeschnitten und auf ein großes Leintuch gelegt. So können sie vollstĂ€ndig trocknen und die Samen werden aufgefangen. Beschriftung der TĂŒtchen nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 13 Petersilie

Vorbemerkung

Petersilie ist eine beliebte und vielseitige Pflanze, die in vielen Gerichten als GewĂŒrz und als Garnitur verwendet wird. Damit Petersilie gut wĂ€chst, gibt es einige wichtige Faktoren, die berĂŒcksichtigt werden sollten:

  1. Standort: Petersilie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zu viel Sonne kann jedoch dazu fĂŒhren, dass die Pflanze schneller verblasst. Wenn die Petersilie in einem Topf oder Container angebaut wird, ist es wichtig, dass der Standort ausreichend Platz und Sonnenlicht bietet.
  2. Boden: Petersilie bevorzugt einen leicht feuchten, gut durchlÀssigen und nÀhrstoffreichen Boden. Der Boden sollte locker sein, um das Wurzelwachstum zu fördern.
  3. BewĂ€sserung: Die BewĂ€sserung ist ein wichtiger Faktor fĂŒr das Wachstum von Petersilie. Die Pflanze sollte regelmĂ€ĂŸig bewĂ€ssert werden, um ein Austrocknen des Bodens zu vermeiden. Es ist jedoch wichtig, dass der Boden nicht zu feucht wird, da dies zu FĂ€ulnis der Wurzeln fĂŒhren kann.
  4. DĂŒngung: Petersilie benötigt regelmĂ€ĂŸig DĂŒngung, um gesund zu wachsen. Eine ausgewogene DĂŒngung mit einem stickstoffreichen DĂŒnger kann das Wachstum und die Blattbildung fördern.
  5. SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung: Petersilie ist anfĂ€llig fĂŒr SchĂ€dlinge wie Schnecken und BlattlĂ€use. Es ist wichtig, die Pflanze regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberprĂŒfen und bei Bedarf SchĂ€dlingsbekĂ€mpfungsmaßnahmen zu ergreifen.
  6. Pflege: Petersilie benötigt regelmĂ€ĂŸige Pflege, um gut zu wachsen. Das Entfernen von verwelkten BlĂ€ttern und Stielen kann das Wachstum neuer BlĂ€tter fördern. Außerdem kann das ZurĂŒckschneiden der Pflanze dazu beitragen, dass sie buschiger und kompakter wird.

Wenn Sie Petersilie drinnen anbauen möchten, ist es wichtig sicherzustellen, dass der Standort ausreichend Platz und Licht bietet, um das Wachstum der Pflanze zu fördern.

Anbau: 
Petersilie (kraus oder glatt) ist zweijĂ€hrig; sie kann also im ersten Jahr geerntet werden und kommt im zweiten Jahr zur BlĂŒte und Samenbildung. Petersilie kann im Topf auf dem Balkon/Fensterbrett oder im Beet im Freiland angebaut werden. Die Aussaat kann ab Februar drinnen und ab MĂ€rz im Freiland erfolgen, Saattiefe etwa 0,5 cm. SpĂ€te Saaten können bis in den August hinein erfolgen; eine Aussaat im August wird fĂŒr die Saatguternte empfohlen. Petersilie braucht mit ca. 3Wochen recht lang zum Keimen, optimal sind 15-20 Grad Celsius. Nach 6 Wochen Voranzucht werden die Pflanzen in einem Abstand von ca. 15 cm ins Freiland  gesetzt.
Pflege:
Petersilie sollte feucht gehalten werden, vertrĂ€gt jedoch keine StaunĂ€sse. Zu Beginn sollten BeikrĂ€uter regelmĂ€ĂŸig entfernt werden. DĂŒngen ist in der Regel nicht notwendig. Bei starkem Frost im Winter sollte die Petersilie abgedeckt oder (bei Topfpflanzen) nach drinnen geholt werden.
Saatguternte:
Die stĂ€rksten Pflanzen behĂ€lt man im zweiten Jahr im Beet, sodass sie im Juni und Juli zur BlĂŒte kommen. Die BlĂ€tter sind dann nicht mehr genießbar und gelten sogar als giftig, genau wie spĂ€ter die Samen. Die Dolden werden ĂŒber Insekten befruchtet, dann entwickeln sich die Samen von grĂŒn ĂŒber beige hin zu braun. Sind sie braun, sind sie reif und können geerntet werden. Dazu wird die Dolde vorsichtig vorne zusammengenommen und gut festgehalten, wĂ€hrend der Stiel abgeschnitten wird. Die Samen fallen leicht raus, und werden daher am besten direkt inein PapiertĂŒtchen gegeben. Darin können die Samen weiter reifen. Am besten wird das TĂŒtchen dafĂŒr in die Sonne gelegt. Beschriftung nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 12 Thymian

Vorbemerkung

Thymian ist eine beliebte Pflanze, die wegen ihres wĂŒrzigen Aromas und ihrer Verwendung in der KĂŒche und Medizin geschĂ€tzt wird. Damit Thymian gut wĂ€chst, gibt es einige wichtige Faktoren, die berĂŒcksichtigt werden sollten:

  1. Standort: Thymian bevorzugt einen sonnigen Standort und kann gut auf Balkonen, Terrassen oder in GĂ€rten angebaut werden. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Pflanze genĂŒgend Sonnenlicht bekommt, um gesund zu wachsen.
  2. Boden: Der Boden sollte gut durchlĂ€ssig sein, damit ĂŒberschĂŒssiges Wasser schnell abfließen kann. Thymian bevorzugt einen eher trockenen Boden, daher ist es wichtig, dass der Boden nicht zu feucht wird.
  3. BewĂ€sserung: Thymian benötigt eine mĂ€ĂŸige BewĂ€sserung, um zu gedeihen. Es ist wichtig, die Pflanze regelmĂ€ĂŸig zu bewĂ€ssern, aber zu viel Wasser kann zu WurzelfĂ€ule fĂŒhren. Es empfiehlt sich, die Pflanze nur dann zu gießen, wenn der Boden trocken ist.
  4. DĂŒngung: Thymian benötigt nicht viel DĂŒnger, um gut zu wachsen. Eine gelegentliche DĂŒngung mit einem organischen DĂŒnger kann jedoch das Wachstum der Pflanze unterstĂŒtzen.
  5. SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung: Thymian ist eine relativ widerstandsfĂ€hige Pflanze und wird nicht hĂ€ufig von SchĂ€dlingen befallen. Es ist jedoch wichtig, die Pflanze regelmĂ€ĂŸig auf SchĂ€dlingsbefall zu ĂŒberprĂŒfen und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen.
  6. Pflege: Thymian ist eine pflegeleichte Pflanze und benötigt nur wenig Pflege. Das Entfernen von welken BlĂ€ttern und das ZurĂŒckschneiden der Pflanze können das Wachstum fördern und dazu beitragen, dass sie buschiger wird.

Es ist auch möglich, Thymian in einem Topf oder Container zu zĂŒchten, solange der Topf ausreichend groß ist und der Standort genĂŒgend Sonnenlicht bietet.

Anbau:
Die Aussaat erfolgt in Vorkultur ab MĂ€rz/April. Die Aussaat im Freiland erfolgt ab April/ Mai. Den Samen nur auf die Aussaaterde streuen und leicht andrĂŒcken. Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, nicht mit Erde bedecken oder mit wenig feinem Sand, der vor der Austrocknung schĂŒtzt und gleichzeitig Licht durchlĂ€sst. Der Pflanzabstand nach der Keimung betrĂ€gt ca. 15 cm.
Pflege:
Thymian ist ein ausdauernder relativ frostharter Halbstrauch, der viel Sonne und durchlĂ€ssige, kalkhaltige Böden liebt. StaunĂ€sse sollte vermieden werden. Gedeiht im KĂŒbel und im Garten. Schlechter Pflanzpartner ist der Majoran. Gute Pflanzpartner sind Kohl, Schnittlauch und Ysop. Thymian ist eine gute Nahrungspflanze fĂŒr Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Saatguternte:
Nach der BlĂŒte reifen die ersten Samen und fallen sehr leicht aus. Um den Erntezeitpunkt nicht zu verpassen sollten die Pflanzen abgeschnitten werden, wenn die unteren Samen reif sind. Die ganzen SamentrĂ€ger an einem luftigen und dunklen Ort langsam nachtrocknen. Die verblĂŒhten und trockenen BlĂŒten abstreifen und den schwarzen Samen trocken lagern. Der Rest kann nachwachsen und fĂŒr die KĂŒche benutzt werden oder im kommenden Jahr erneut fĂŒr die Samenernte stehen gelassen werden. Beschriftung nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 11 Peperoni und Chili

Anbau:
Die Peperoni sollte bereits im Februar/MĂ€rz bei 20-25°C an einem hellen Platz vorgezogen werden. 3 Samen in ein Töpfchen geben und mit einer dĂŒnnen Schicht Erde bedecken (max.1cm). Die Erde vorsichtig befeuchten. Wenn sich neben den KeimblĂ€ttern das erste Laubblatt an den SĂ€mlingen entwickelt, sollten sie in einzelne Töpfe pikiert werden. Die Pflanzen vorsichtig aus der Erde nehmen und umsetzen. Die Erde sanft mit der HandflĂ€che andrĂŒcken und permanent leicht feucht halten. Weiterhin an einem hellen und warmen Standort belassen. Anschließend die Pflanzen sanft abhĂ€rten, indem sie stundenweise nach draußen gestellt werden. Ab Mitte Mai können die Pflanzen dann ins Beet oder in grĂ¶ĂŸere Töpfe (mindestens 5 l) ins Freie. Peperoni-und Chilisorten kreuzen sich untereinander. Abstand zwischen den einzelnen Sorten mindestens 150m. Samen kann nur aus voll ausgereiften Schoten gewonnen werden.
Pflege:
Werden die Pflanzen nach dem Frost ins Freie umgesetzt, kann eine Mulchfolie fĂŒr ausreichend Feuchtigkeit im Erdreich und ErwĂ€rmung des Bodens sorgen. Dadurch erwĂ€rmt sich der Boden bis zu zwei Grad, wodurch eine frĂŒhere Reife gefördert wird. Eine zusĂ€tzliche Rankhilfe ist notwendig, um ein Knicken der Pflanzen zu verhindern. Der Pflanzenabstand sollte 40-50 cm betragen. Peperoni brauchen einen warmen, hellen, geschĂŒtzten Platz. Der Wurzelballen sollte stets feucht sein, StaunĂ€sse sollte jedoch vermieden werden. Eine Mulchschicht hĂ€lt die Feuchtigkeit im Boden. Die Peperoni mit einem GemĂŒse-/ TomatendĂŒnger oder mit Brennesseljauche alle 14 Tage nach der ersten BlĂŒte dĂŒngen. Die erste BlĂŒte in der Blattgabelung zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb entfernen. Durch das Ab knipsen hat die Pflanze mehr Energie, wĂ€chst buschiger und hat höhere ErtrĂ€ge. Erntezeit ist zwischen August bis Ende Oktober. Je lĂ€nger die Peperoni reifen, desto intensiver ist Geschmack und SchĂ€rfegrad. Die FrĂŒchte sind im frĂŒhen Stadium grĂŒn und je nach Sorte und Reife gelb, orange oder rot.
Saatguternte:
Peperoni lĂ€ngs mit einem Messer öffnen und den Samen entnehmen. Samenkörner auf ein KĂŒchenpapier legen und an einem warmen Ort trocknen lassen, nicht in der prallen Sonne. In einer PapiertĂŒte bis zum FrĂŒhjahr frostfrei und dunkel aufbewahren. Beschriftung nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 10 Basilikum

Basilikum

Anbau:
Basilikum mag es warm, aber nicht zu sonnig. Im Freiland hat das Kraut erst eine Chance, wenn die Temperaturen nicht mehr unter acht bis zehn Grad Celsius fallen. An einem warmen und hellen Platz kann Basilikum ab Mitte AprilausgesĂ€t werden. Wer die PflĂ€nzchen im Zimmer bei Temperaturen um 20 Grad Celsius vorzieht, kann frĂŒher und lĂ€nger ernten. Als Lichtkeimer werden Basilikumsamen auf feuchter Erde angedrĂŒckt, aber nicht eingearbeitet. Wenn die Samen keimen, so versetzen, dass zwischen den Keimlingen drei bis fĂŒnf Zentimeter Platz sind. Das Wachstum der Pflanze unterbinden. Dazu Triebe und Knospenbildung stĂ€ndig entfernen, da Basilikum sonst bitter schmeckt. Zur Samengewinnung das Basilikum bis zur BlĂŒte wachsen lassen. Dabei sollte immer nur eine Basilikumsorte zur BlĂŒte kommen und vermehrt werden, da sie sich sonst untereinander verkreuzen.
Pflege:
An den Boden stellt Basilikum einige AnsprĂŒche. Er sollte humusreich, locker und wasserdurchlĂ€ssig sein. Gleichzeitig darf die Erde nicht austrocknen. Beim regelmĂ€ĂŸigen Gießen möglichst den Boden, nicht aber die BlĂ€tter befeuchten. Pralle Mittagssonne schadet der Pflanze ebenso wie ein zugiger Standort und heftiger Regen.
Saatguternte:
Ist der BlĂŒtenstand vollstĂ€ndig abgetrocknet, mit einer Schere abschneiden. Ein weißes Blatt Papier oder ein Geschirrtuch bereitlegen und die BlĂŒtenstĂ€nde darauf ausbreiten. Die Samenkapseln zwischen den Fingern zerreiben. Dadurch lösen sich die etwa 1-2 mm großen, schwarzen Samen aus ihrer HĂŒlle. Alles noch einmal gut trocknen. Die Samen werden am besten von den Blattresten durch vorsichtiges Pusten getrennt.  Die Samen sollten kĂŒhl, dunkel und trocken gelagert werden. Zum AbfĂŒllen können TĂŒtchen oder kleine GlĂ€ser genutzt werden. Die Beschriftung nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 9 Rauke/Rucola

Anbau:
Die Aussaat erfolgt ab 15°C von Anfang April bis Anfang September direkt ins Freiland. Hierzu sollte der Boden vor der Aussaat tiefgrĂŒndig gelockert werden, damit es keine StaunĂ€sse gibt. Zur Aussaat die Samen in Rillen 1 cm tief in den Boden legen. Der Reihenabstand sollte 15 bis 20 cm betragen. Die Rauke bevorzugt humusreiche, sandige bis lehmige Böden in voller Sonne. Nach der Rosettenbildung geht die Senfrauke rasch in die BlĂŒte und bildet Samen, der dann geerntet werden kann.
Pflege:
Rauke wurzelt recht flach und kann daher keine Wasserreserven aus tieferen Bodenschichten ziehen. Eine regelmĂ€ĂŸige Wassergabe ist daher vor allem in trockenen Sommern notwendig. Halten Sie die Pflanzen unkrautfrei und lockern Sie den Boden um die Pflanzen. Rauke benötigt ausreichend Wasser, da die BlĂ€tter bei anhaltender Trockenheit rasch zu scharf werden. Wenn Sie die Samen sehr dicht ausgesĂ€t haben, sollten Sie die Keimlinge auf etwa zwei bis drei Zentimeter Abstand vereinzeln. Eine zusĂ€tzliche DĂŒngung ist nicht erforderlich, da es sich bei der Salatrauke um einen Schwachzehrer handelt.
Saatguternte:
FĂŒr die Samenernte einige Pflanzen zur BlĂŒte kommen lassen und spĂ€ter die trockenen, braunen SamenstĂ€nde abschneiden. Man lĂ€sst sie nach trocknen und drischt sie dann aus. Die trockenen Samen werden bis zur Aussaat im nĂ€chsten Jahr in einem Glas oder einer PapiertĂŒte dunkel, kĂŒhl und trocken gelagert. Rauke versamt sich im Garten jedoch auch leicht selbst. Beschriftung nicht vergessen.

Rucola hat einen einzigartigen, scharfen Geschmack, der an Senf oder NĂŒsse erinnert. Die BlĂ€tter sind leicht bitter und haben eine pikante SchĂ€rfe, die von der Konzentration von Senfölen in der Pflanze stammt. Rucola ist auch leicht nussig im Geschmack, was zu seiner Beliebtheit in Salaten beitrĂ€gt. Je nach Sorte und Alter der BlĂ€tter kann der Geschmack etwas variieren, aber im Allgemeinen ist Rucola ein auffĂ€lliger und geschmackvoller Bestandteil vieler Gerichte.

SamentĂŒtchen Nr. 8 Radieschen

Anbau:    
Radieschen werden ab MĂ€rz/April direkt ins Freibeet gesĂ€t. FĂŒr den Verzehr können alle zwei Wochen neue Radieschen nach gesĂ€t werden. FĂŒr die Samenernte werden die einzelnen Samen deutlich weiter auseinander gelegt (bis zu 50 cm Abstand) als ĂŒblich. Die Radieschen-Pflanzen schießen ab einer bestimmten GrĂ¶ĂŸe und bilden BlĂŒten. BlĂŒhende Radieschen-Pflanzen können sehr groß und breit werden. Bitte genĂŒgend Platz einplanen.
Pflege:
Radieschen bevorzugen leichte bis mittelschwere Böden mit einer guten Wasserversorgung. BlĂŒhende Radieschen mĂŒssen ggf. gestĂŒtzt und mit einem Netz vor Kohlweißlingen geschĂŒtzt werden. Radieschen sind Fremdbefruchter, und verkreuzen sich untereinander sowie auch mit Retticharten. Um Kreuzungen zu vermeiden, sollte immer nur eine Sorte blĂŒhen; mehrere Pflanzen von einer Sorte werden zur BestĂ€ubung benötigt. Auch Rettich sollte nicht gleichzeitig in der NĂ€he blĂŒhen. Lieber auch nur eine Sorte im Garten anbauen.
Saatguternte:
Radieschen-Samen sind reif (August/September), wenn die Schoten braun und trocken werden. Dann können sie geerntet und getrocknet werden. Weitere Schoten reifen bis zum Frost nach. Radieschen-Schoten können vorsichtig mit dem Nudelholz „gedroschen“ werden, um die HĂŒlsen von den Samenkörnern zu trennen. Hilfreich ist dabei ein grobes Sieb, mit dem die Samen ausgesiebt werden. Den trockenen Samen in TĂŒten fĂŒllen und diese beschriften.

Radieschen haben einen charakteristisch wĂŒrzigen und leicht scharfen Geschmack. Sie haben auch eine knackige und saftige Textur, die beim Kauen deutlich spĂŒrbar ist. Der Geschmack und die SchĂ€rfe können je nach Sorte variieren und von mild bis scharf reichen. In der Regel werden Radieschen roh in Salaten, Sandwiches und als Beilage zu herzhaften Gerichten verwendet. Der Geschmack von Radieschen wird oft als erfrischend und belebend beschrieben, was sie zu einer beliebten Zutat in vielen Gerichten macht.

SamentĂŒtchen Nr. 7 Erbsen

Anbau:
Man unterscheidet drei Sortengruppen: Pal-oder Schalerbsen, Markerbsen und Zuckererbsen. Palerbsen vertragen leichte Fröste und werden bei Bodentemperaturen um 2 bis 5 C° (Anfang/Mitte MÀrz) gelegt. Markerbsen und Zuckererbsen sind kÀlteempfindlicher und sollten erst bei Bodentemperaturen von 5 bis 8 C° (April) gesÀt werden. Die beste Saattiefe sind 2 bis3 cm. Bei der Aussaat legt man alle 3 bis 5 Zentimeter ein Korn in die Saatrillen, die einen Reihenabstand von etwa 40 cm haben. Erbsen sind Selbstbefruchter. Fremdbefruchtung findet nur statt, wenn unterschiedliche Sorten zu nahe nebeneinanderstehen. Der Abstand zwischen den einzelnen Sorten sollte min. 10m betragen.
Pflege:
Sobald die Erbse aufgegangen ist, sollte das Beet regelmĂ€ĂŸig gehackt, wenn nötig gemulcht und nach 14 Tagen leicht angehĂ€ufelt werden. Das erhöht die Standfestigkeit im Beet. Außerdem bildet die Pflanze dann mehr Wurzeln und hinterlĂ€sst fĂŒr Nachkulturen wie Kohl oder FruchtgemĂŒse eine feinkrĂŒmelige, stickstoffreiche Erde. Als einfache Rankhilfe fĂŒr bis zu 80 cm hohe Erbsensorten steckt man frisch geschnittene oder trockene, krĂ€ftige Haselruten ĂŒber Kreuz circa 20 cm tief in die Erde. Der Boden ist anfangs nur mĂ€ĂŸig feucht zu halten. Ab der BlĂŒtenbildung und wĂ€hrend der HĂŒlsenentwicklung sorgt eine gleichmĂ€ĂŸige Bodenfeuchtigkeit fĂŒr einen guten Ertrag.
Saatguternte:
Um guten Samen zu bekommen, mĂŒssen die HĂŒlsen braun und brĂŒchig sein und die FrĂŒchte darin trocken rascheln. Dann 2 bis 3 Wochen an einem luftigen und schattigen Ort trocknen lassen und in einer beschrifteten TĂŒte lagern. Vom ErbsenkĂ€fer befallene FrĂŒchte (erkennbar an einem kreisrunden Loch in der Erbse) bitte aussortieren. Genau wie Bohnen sollte das Saatgut direkt nach der Ernte fĂŒr 14 Tage bei min. -18°C tiefgekĂŒhlt werden, um SchĂ€den durch den ErbsenkĂ€fer zu vermeiden. Wenn keine TiefkĂŒhltruhe vorhanden ist, zum tiefkĂŒhlen zĂŒgig zurĂŒck in die Bibliothek bringen. Beschriftung nicht vergessen.

SamentĂŒtchen Nr. 5 Tomate

Anbau:
Tomaten können ab MĂ€rz/Anfang April im Warmen (auf der hellen Fensterbank oder im beheizten GewĂ€chshaus) vorgezogen werden. Man sĂ€t alle Samen in eine breitere Aussaatschale. Nach 2-3 Wochen werden die einzelnen JungpflĂ€nzchen jedes fĂŒr sich in einzelne Töpfchen verpflanzt/pikiert. Beschriftung, um welche Sorte es sich handelt, nicht vergessen. Tomaten sind Selbstbefruchter und Verkreuzungen der Sorten untereinander sind eher selten. Cocktail-und Fleischtomaten können sich miteinander verkreuzen, und sollten daher nicht gemeinsam vermehrt werden. Tomaten werden durch die Vibration der Insekten bei der Nektaraufnahme direkt in der BlĂŒte befruchtet.
Pflege:
Vordem Auspflanzen können die Pflanzen draußen abgehĂ€rtet werden. Dazu stellt man sie ein paar Tage lang tagsĂŒber nach draußen in den Schatten, sonst bekommen sie einen Sonnenbrand. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können sie dann ausgepflanzt werden. Tomaten brauchen StĂŒtzen/TomatenstĂ€be, an denen sie locker angebunden werden. Die meisten Sorten (außer Wild-und Cocktailtomaten, hier weniger streng vorgehen oder bei 1/1,5 m aufhören) mĂŒssen aus gegeizt werden, das heißt, Nebentriebe die sich an den Blattachseln bilden werden regelmĂ€ĂŸig raus gebrochen, damit die Pflanze ihre Kraft in die FrĂŒchte und nicht in die Triebe steckt. Tomaten sind anspruchsvoll und mĂŒssen gedĂŒngt (z.B. Kompost) und tĂ€glich gegossen werden. Die BlĂ€tter möglichst nicht nass werden lassen.
Saatguternte:
Geerntet fĂŒr die Saatgutgewinnung werden nur gesunde, voll reife FrĂŒchte aus der mittleren Höhe der Pflanze. Nach dem Aufschneiden sieht man die Samen der Tomate schon und kann sie einfach auskratzen. Die Samen am besten in dem eigenen Tomatenwasser drei Tage in einem Glas stehen lassen und regelmĂ€ĂŸig leicht schĂŒtteln. Dies beugt der Übertragbarkeit von Pflanzenkrankheiten vor und hilft dabei dieGallerte vom Samen zu bekommen. Anschließend ordentlich in einem Sieb abspĂŒlen und anschließend auf Kaffeefilter oder KĂŒchenpapier trocknen lassen. Beschriftung nicht vergessen