Sament├╝tchen Nr. 13 Petersilie

Vorbemerkung

Petersilie ist eine beliebte und vielseitige Pflanze, die in vielen Gerichten als Gew├╝rz und als Garnitur verwendet wird. Damit Petersilie gut w├Ąchst, gibt es einige wichtige Faktoren, die ber├╝cksichtigt werden sollten:

  1. Standort: Petersilie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Zu viel Sonne kann jedoch dazu f├╝hren, dass die Pflanze schneller verblasst. Wenn die Petersilie in einem Topf oder Container angebaut wird, ist es wichtig, dass der Standort ausreichend Platz und Sonnenlicht bietet.
  2. Boden: Petersilie bevorzugt einen leicht feuchten, gut durchl├Ąssigen und n├Ąhrstoffreichen Boden. Der Boden sollte locker sein, um das Wurzelwachstum zu f├Ârdern.
  3. Bew├Ąsserung: Die Bew├Ąsserung ist ein wichtiger Faktor f├╝r das Wachstum von Petersilie. Die Pflanze sollte regelm├Ą├čig bew├Ąssert werden, um ein Austrocknen des Bodens zu vermeiden. Es ist jedoch wichtig, dass der Boden nicht zu feucht wird, da dies zu F├Ąulnis der Wurzeln f├╝hren kann.
  4. D├╝ngung: Petersilie ben├Âtigt regelm├Ą├čig D├╝ngung, um gesund zu wachsen. Eine ausgewogene D├╝ngung mit einem stickstoffreichen D├╝nger kann das Wachstum und die Blattbildung f├Ârdern.
  5. Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung: Petersilie ist anf├Ąllig f├╝r Sch├Ądlinge wie Schnecken und Blattl├Ąuse. Es ist wichtig, die Pflanze regelm├Ą├čig zu ├╝berpr├╝fen und bei Bedarf Sch├Ądlingsbek├Ąmpfungsma├čnahmen zu ergreifen.
  6. Pflege: Petersilie ben├Âtigt regelm├Ą├čige Pflege, um gut zu wachsen. Das Entfernen von verwelkten Bl├Ąttern und Stielen kann das Wachstum neuer Bl├Ątter f├Ârdern. Au├čerdem kann das Zur├╝ckschneiden der Pflanze dazu beitragen, dass sie buschiger und kompakter wird.

Wenn Sie Petersilie drinnen anbauen m├Âchten, ist es wichtig sicherzustellen, dass der Standort ausreichend Platz und Licht bietet, um das Wachstum der Pflanze zu f├Ârdern.

Anbau: 
Petersilie (kraus oder glatt) ist zweij├Ąhrig; sie kann also im ersten Jahr geerntet werden und kommt im zweiten Jahr zur Bl├╝te und Samenbildung. Petersilie kann im Topf auf dem Balkon/Fensterbrett oder im Beet im Freiland angebaut werden. Die Aussaat kann ab Februar drinnen und ab M├Ąrz im Freiland erfolgen, Saattiefe etwa 0,5 cm. Sp├Ąte Saaten k├Ânnen bis in den August hinein erfolgen; eine Aussaat im August wird f├╝r die Saatguternte empfohlen. Petersilie braucht mit ca. 3Wochen recht lang zum Keimen, optimal sind 15-20 Grad Celsius. Nach 6 Wochen Voranzucht werden die Pflanzen in einem Abstand von ca. 15 cm ins Freiland  gesetzt.
Pflege:
Petersilie sollte feucht gehalten werden, vertr├Ągt jedoch keine Staun├Ąsse. Zu Beginn sollten Beikr├Ąuter regelm├Ą├čig entfernt werden. D├╝ngen ist in der Regel nicht notwendig. Bei starkem Frost im Winter sollte die Petersilie abgedeckt oder (bei Topfpflanzen) nach drinnen geholt werden.
Saatguternte:
Die st├Ąrksten Pflanzen beh├Ąlt man im zweiten Jahr im Beet, sodass sie im Juni und Juli zur Bl├╝te kommen. Die Bl├Ątter sind dann nicht mehr genie├čbar und gelten sogar als giftig, genau wie sp├Ąter die Samen. Die Dolden werden ├╝ber Insekten befruchtet, dann entwickeln sich die Samen von gr├╝n ├╝ber beige hin zu braun. Sind sie braun, sind sie reif und k├Ânnen geerntet werden. Dazu wird die Dolde vorsichtig vorne zusammengenommen und gut festgehalten, w├Ąhrend der Stiel abgeschnitten wird. Die Samen fallen leicht raus, und werden daher am besten direkt inein Papiert├╝tchen gegeben. Darin k├Ânnen die Samen weiter reifen. Am besten wird das T├╝tchen daf├╝r in die Sonne gelegt. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 12 Thymian

Vorbemerkung

Thymian ist eine beliebte Pflanze, die wegen ihres w├╝rzigen Aromas und ihrer Verwendung in der K├╝che und Medizin gesch├Ątzt wird. Damit Thymian gut w├Ąchst, gibt es einige wichtige Faktoren, die ber├╝cksichtigt werden sollten:

  1. Standort: Thymian bevorzugt einen sonnigen Standort und kann gut auf Balkonen, Terrassen oder in G├Ąrten angebaut werden. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Pflanze gen├╝gend Sonnenlicht bekommt, um gesund zu wachsen.
  2. Boden: Der Boden sollte gut durchl├Ąssig sein, damit ├╝bersch├╝ssiges Wasser schnell abflie├čen kann. Thymian bevorzugt einen eher trockenen Boden, daher ist es wichtig, dass der Boden nicht zu feucht wird.
  3. Bew├Ąsserung: Thymian ben├Âtigt eine m├Ą├čige Bew├Ąsserung, um zu gedeihen. Es ist wichtig, die Pflanze regelm├Ą├čig zu bew├Ąssern, aber zu viel Wasser kann zu Wurzelf├Ąule f├╝hren. Es empfiehlt sich, die Pflanze nur dann zu gie├čen, wenn der Boden trocken ist.
  4. D├╝ngung: Thymian ben├Âtigt nicht viel D├╝nger, um gut zu wachsen. Eine gelegentliche D├╝ngung mit einem organischen D├╝nger kann jedoch das Wachstum der Pflanze unterst├╝tzen.
  5. Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung: Thymian ist eine relativ widerstandsf├Ąhige Pflanze und wird nicht h├Ąufig von Sch├Ądlingen befallen. Es ist jedoch wichtig, die Pflanze regelm├Ą├čig auf Sch├Ądlingsbefall zu ├╝berpr├╝fen und bei Bedarf Ma├čnahmen zu ergreifen.
  6. Pflege: Thymian ist eine pflegeleichte Pflanze und ben├Âtigt nur wenig Pflege. Das Entfernen von welken Bl├Ąttern und das Zur├╝ckschneiden der Pflanze k├Ânnen das Wachstum f├Ârdern und dazu beitragen, dass sie buschiger wird.

Es ist auch m├Âglich, Thymian in einem Topf oder Container zu z├╝chten, solange der Topf ausreichend gro├č ist und der Standort gen├╝gend Sonnenlicht bietet.

Anbau:
Die Aussaat erfolgt in Vorkultur ab M├Ąrz/April. Die Aussaat im Freiland erfolgt ab April/ Mai. Den Samen nur auf die Aussaaterde streuen und leicht andr├╝cken. Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, nicht mit Erde bedecken oder mit wenig feinem Sand, der vor der Austrocknung sch├╝tzt und gleichzeitig Licht durchl├Ąsst. Der Pflanzabstand nach der Keimung betr├Ągt ca. 15 cm.
Pflege:
Thymian ist ein ausdauernder relativ frostharter Halbstrauch, der viel Sonne und durchl├Ąssige, kalkhaltige B├Âden liebt. Staun├Ąsse sollte vermieden werden. Gedeiht im K├╝bel und im Garten. Schlechter Pflanzpartner ist der Majoran. Gute Pflanzpartner sind Kohl, Schnittlauch und Ysop. Thymian ist eine gute Nahrungspflanze f├╝r Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Saatguternte:
Nach der Bl├╝te reifen die ersten Samen und fallen sehr leicht aus. Um den Erntezeitpunkt nicht zu verpassen sollten die Pflanzen abgeschnitten werden, wenn die unteren Samen reif sind. Die ganzen Samentr├Ąger an einem luftigen und dunklen Ort langsam nachtrocknen. Die verbl├╝hten und trockenen Bl├╝ten abstreifen und den schwarzen Samen trocken lagern. Der Rest kann nachwachsen und f├╝r die K├╝che benutzt werden oder im kommenden Jahr erneut f├╝r die Samenernte stehen gelassen werden. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 11 Peperoni und Chili

Anbau:
Die Peperoni sollte bereits im Februar/M├Ąrz bei 20-25┬░C an einem hellen Platz vorgezogen werden. 3 Samen in ein T├Âpfchen geben und mit einer d├╝nnen Schicht Erde bedecken (max.1cm). Die Erde vorsichtig befeuchten. Wenn sich neben den Keimbl├Ąttern das erste Laubblatt an den S├Ąmlingen entwickelt, sollten sie in einzelne T├Âpfe pikiert werden. Die Pflanzen vorsichtig aus der Erde nehmen und umsetzen. Die Erde sanft mit der Handfl├Ąche andr├╝cken und permanent leicht feucht halten. Weiterhin an einem hellen und warmen Standort belassen. Anschlie├čend die Pflanzen sanft abh├Ąrten, indem sie stundenweise nach drau├čen gestellt werden. Ab Mitte Mai k├Ânnen die Pflanzen dann ins Beet oder in gr├Â├čere T├Âpfe (mindestens 5 l) ins Freie. Peperoni-und Chilisorten kreuzen sich untereinander. Abstand zwischen den einzelnen Sorten mindestens 150m. Samen kann nur aus voll ausgereiften Schoten gewonnen werden.
Pflege:
Werden die Pflanzen nach dem Frost ins Freie umgesetzt, kann eine Mulchfolie f├╝r ausreichend Feuchtigkeit im Erdreich und Erw├Ąrmung des Bodens sorgen. Dadurch erw├Ąrmt sich der Boden bis zu zwei Grad, wodurch eine fr├╝here Reife gef├Ârdert wird. Eine zus├Ątzliche Rankhilfe ist notwendig, um ein Knicken der Pflanzen zu verhindern. Der Pflanzenabstand sollte 40-50 cm betragen. Peperoni brauchen einen warmen, hellen, gesch├╝tzten Platz. Der Wurzelballen sollte stets feucht sein, Staun├Ąsse sollte jedoch vermieden werden. Eine Mulchschicht h├Ąlt die Feuchtigkeit im Boden. Die Peperoni mit einem Gem├╝se-/ Tomatend├╝nger oder mit Brennesseljauche alle 14 Tage nach der ersten Bl├╝te d├╝ngen. Die erste Bl├╝te in der Blattgabelung zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb entfernen. Durch das Ab knipsen hat die Pflanze mehr Energie, w├Ąchst buschiger und hat h├Âhere Ertr├Ąge. Erntezeit ist zwischen August bis Ende Oktober. Je l├Ąnger die Peperoni reifen, desto intensiver ist Geschmack und Sch├Ąrfegrad. Die Fr├╝chte sind im fr├╝hen Stadium gr├╝n und je nach Sorte und Reife gelb, orange oder rot.
Saatguternte:
Peperoni l├Ąngs mit einem Messer ├Âffnen und den Samen entnehmen. Samenk├Ârner auf ein K├╝chenpapier legen und an einem warmen Ort trocknen lassen, nicht in der prallen Sonne. In einer Papiert├╝te bis zum Fr├╝hjahr frostfrei und dunkel aufbewahren. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 10 Basilikum

Basilikum

Anbau:
Basilikum mag es warm, aber nicht zu sonnig. Im Freiland hat das Kraut erst eine Chance, wenn die Temperaturen nicht mehr unter acht bis zehn Grad Celsius fallen. An einem warmen und hellen Platz kann Basilikum ab Mitte Aprilausges├Ąt werden. Wer die Pfl├Ąnzchen im Zimmer bei Temperaturen um 20 Grad Celsius vorzieht, kann fr├╝her und l├Ąnger ernten. Als Lichtkeimer werden Basilikumsamen auf feuchter Erde angedr├╝ckt, aber nicht eingearbeitet. Wenn die Samen keimen, so versetzen, dass zwischen den Keimlingen drei bis f├╝nf Zentimeter Platz sind. Das Wachstum der Pflanze unterbinden. Dazu Triebe und Knospenbildung st├Ąndig entfernen, da Basilikum sonst bitter schmeckt. Zur Samengewinnung das Basilikum bis zur Bl├╝te wachsen lassen. Dabei sollte immer nur eine Basilikumsorte zur Bl├╝te kommen und vermehrt werden, da sie sich sonst untereinander verkreuzen.
Pflege:
An den Boden stellt Basilikum einige Anspr├╝che. Er sollte humusreich, locker und wasserdurchl├Ąssig sein. Gleichzeitig darf die Erde nicht austrocknen. Beim regelm├Ą├čigen Gie├čen m├Âglichst den Boden, nicht aber die Bl├Ątter befeuchten. Pralle Mittagssonne schadet der Pflanze ebenso wie ein zugiger Standort und heftiger Regen.
Saatguternte:
Ist der Bl├╝tenstand vollst├Ąndig abgetrocknet, mit einer Schere abschneiden. Ein wei├čes Blatt Papier oder ein Geschirrtuch bereitlegen und die Bl├╝tenst├Ąnde darauf ausbreiten. Die Samenkapseln zwischen den Fingern zerreiben. Dadurch l├Âsen sich die etwa 1-2 mm gro├čen, schwarzen Samen aus ihrer H├╝lle. Alles noch einmal gut trocknen. Die Samen werden am besten von den Blattresten durch vorsichtiges Pusten getrennt.  Die Samen sollten k├╝hl, dunkel und trocken gelagert werden. Zum Abf├╝llen k├Ânnen T├╝tchen oder kleine Gl├Ąser genutzt werden. Die Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 9 Rauke/Rucola

Anbau:
Die Aussaat erfolgt ab 15┬░C von Anfang April bis Anfang September direkt ins Freiland. Hierzu sollte der Boden vor der Aussaat tiefgr├╝ndig gelockert werden, damit es keine Staun├Ąsse gibt. Zur Aussaat die Samen in Rillen 1 cm tief in den Boden legen. Der Reihenabstand sollte 15 bis 20 cm betragen. Die Rauke bevorzugt humusreiche, sandige bis lehmige B├Âden in voller Sonne. Nach der Rosettenbildung geht die Senfrauke rasch in die Bl├╝te und bildet Samen, der dann geerntet werden kann.
Pflege:
Rauke wurzelt recht flach und kann daher keine Wasserreserven aus tieferen Bodenschichten ziehen. Eine regelm├Ą├čige Wassergabe ist daher vor allem in trockenen Sommern notwendig. Halten Sie die Pflanzen unkrautfrei und lockern Sie den Boden um die Pflanzen. Rauke ben├Âtigt ausreichend Wasser, da die Bl├Ątter bei anhaltender Trockenheit rasch zu scharf werden. Wenn Sie die Samen sehr dicht ausges├Ąt haben, sollten Sie die Keimlinge auf etwa zwei bis drei Zentimeter Abstand vereinzeln. Eine zus├Ątzliche D├╝ngung ist nicht erforderlich, da es sich bei der Salatrauke um einen Schwachzehrer handelt.
Saatguternte:
F├╝r die Samenernte einige Pflanzen zur Bl├╝te kommen lassen und sp├Ąter die trockenen, braunen Samenst├Ąnde abschneiden. Man l├Ąsst sie nach trocknen und drischt sie dann aus. Die trockenen Samen werden bis zur Aussaat im n├Ąchsten Jahr in einem Glas oder einer Papiert├╝te dunkel, k├╝hl und trocken gelagert. Rauke versamt sich im Garten jedoch auch leicht selbst. Beschriftung nicht vergessen.

Rucola hat einen einzigartigen, scharfen Geschmack, der an Senf oder N├╝sse erinnert. Die Bl├Ątter sind leicht bitter und haben eine pikante Sch├Ąrfe, die von der Konzentration von Senf├Âlen in der Pflanze stammt. Rucola ist auch leicht nussig im Geschmack, was zu seiner Beliebtheit in Salaten beitr├Ągt. Je nach Sorte und Alter der Bl├Ątter kann der Geschmack etwas variieren, aber im Allgemeinen ist Rucola ein auff├Ąlliger und geschmackvoller Bestandteil vieler Gerichte.

Sament├╝tchen Nr. 8 Radieschen

Anbau:    
Radieschen werden ab M├Ąrz/April direkt ins Freibeet ges├Ąt. F├╝r den Verzehr k├Ânnen alle zwei Wochen neue Radieschen nach ges├Ąt werden. F├╝r die Samenernte werden die einzelnen Samen deutlich weiter auseinander gelegt (bis zu 50 cm Abstand) als ├╝blich. Die Radieschen-Pflanzen schie├čen ab einer bestimmten Gr├Â├če und bilden Bl├╝ten. Bl├╝hende Radieschen-Pflanzen k├Ânnen sehr gro├č und breit werden. Bitte gen├╝gend Platz einplanen.
Pflege:
Radieschen bevorzugen leichte bis mittelschwere B├Âden mit einer guten Wasserversorgung. Bl├╝hende Radieschen m├╝ssen ggf. gest├╝tzt und mit einem Netz vor Kohlwei├člingen gesch├╝tzt werden. Radieschen sind Fremdbefruchter, und verkreuzen sich untereinander sowie auch mit Retticharten. Um Kreuzungen zu vermeiden, sollte immer nur eine Sorte bl├╝hen; mehrere Pflanzen von einer Sorte werden zur Best├Ąubung ben├Âtigt. Auch Rettich sollte nicht gleichzeitig in der N├Ąhe bl├╝hen. Lieber auch nur eine Sorte im Garten anbauen.
Saatguternte:
Radieschen-Samen sind reif (August/September), wenn die Schoten braun und trocken werden. Dann k├Ânnen sie geerntet und getrocknet werden. Weitere Schoten reifen bis zum Frost nach. Radieschen-Schoten k├Ânnen vorsichtig mit dem Nudelholz ÔÇ×gedroschenÔÇť werden, um die H├╝lsen von den Samenk├Ârnern zu trennen. Hilfreich ist dabei ein grobes Sieb, mit dem die Samen ausgesiebt werden. Den trockenen Samen in T├╝ten f├╝llen und diese beschriften.

Radieschen haben einen charakteristisch w├╝rzigen und leicht scharfen Geschmack. Sie haben auch eine knackige und saftige Textur, die beim Kauen deutlich sp├╝rbar ist. Der Geschmack und die Sch├Ąrfe k├Ânnen je nach Sorte variieren und von mild bis scharf reichen. In der Regel werden Radieschen roh in Salaten, Sandwiches und als Beilage zu herzhaften Gerichten verwendet. Der Geschmack von Radieschen wird oft als erfrischend und belebend beschrieben, was sie zu einer beliebten Zutat in vielen Gerichten macht.

Sament├╝tchen Nr. 7 Erbsen

Anbau:
Man unterscheidet drei Sortengruppen: Pal-oder Schalerbsen, Markerbsen und Zuckererbsen. Palerbsen vertragen leichte Fr├Âste und werden bei Bodentemperaturen um 2 bis 5 C┬░ (Anfang/Mitte M├Ąrz) gelegt. Markerbsen und Zuckererbsen sind k├Ąlteempfindlicher und sollten erst bei Bodentemperaturen von 5 bis 8 C┬░ (April) ges├Ąt werden. Die beste Saattiefe sind 2 bis3 cm. Bei der Aussaat legt man alle 3 bis 5 Zentimeter ein Korn in die Saatrillen, die einen Reihenabstand von etwa 40 cm haben. Erbsen sind Selbstbefruchter. Fremdbefruchtung findet nur statt, wenn unterschiedliche Sorten zu nahe nebeneinanderstehen. Der Abstand zwischen den einzelnen Sorten sollte min. 10m betragen.
Pflege:
Sobald die Erbse aufgegangen ist, sollte das Beet regelm├Ą├čig gehackt, wenn n├Âtig gemulcht und nach 14 Tagen leicht angeh├Ąufelt werden. Das erh├Âht die Standfestigkeit im Beet. Au├čerdem bildet die Pflanze dann mehr Wurzeln und hinterl├Ąsst f├╝r Nachkulturen wie Kohl oder Fruchtgem├╝se eine feinkr├╝melige, stickstoffreiche Erde. Als einfache Rankhilfe f├╝r bis zu 80 cm hohe Erbsensorten steckt man frisch geschnittene oder trockene, kr├Ąftige Haselruten ├╝ber Kreuz circa 20 cm tief in die Erde. Der Boden ist anfangs nur m├Ą├čig feucht zu halten. Ab der Bl├╝tenbildung und w├Ąhrend der H├╝lsenentwicklung sorgt eine gleichm├Ą├čige Bodenfeuchtigkeit f├╝r einen guten Ertrag.
Saatguternte:
Um guten Samen zu bekommen, m├╝ssen die H├╝lsen braun und br├╝chig sein und die Fr├╝chte darin trocken rascheln. Dann 2 bis 3 Wochen an einem luftigen und schattigen Ort trocknen lassen und in einer beschrifteten T├╝te lagern. Vom Erbsenk├Ąfer befallene Fr├╝chte (erkennbar an einem kreisrunden Loch in der Erbse) bitte aussortieren. Genau wie Bohnen sollte das Saatgut direkt nach der Ernte f├╝r 14 Tage bei min. -18┬░C tiefgek├╝hlt werden, um Sch├Ąden durch den Erbsenk├Ąfer zu vermeiden. Wenn keine Tiefk├╝hltruhe vorhanden ist, zum tiefk├╝hlen z├╝gig zur├╝ck in die Bibliothek bringen. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 5 Tomate

Anbau:
Tomaten k├Ânnen ab M├Ąrz/Anfang April im Warmen (auf der hellen Fensterbank oder im beheizten Gew├Ąchshaus) vorgezogen werden. Man s├Ąt alle Samen in eine breitere Aussaatschale. Nach 2-3 Wochen werden die einzelnen Jungpfl├Ąnzchen jedes f├╝r sich in einzelne T├Âpfchen verpflanzt/pikiert. Beschriftung, um welche Sorte es sich handelt, nicht vergessen. Tomaten sind Selbstbefruchter und Verkreuzungen der Sorten untereinander sind eher selten. Cocktail-und Fleischtomaten k├Ânnen sich miteinander verkreuzen, und sollten daher nicht gemeinsam vermehrt werden. Tomaten werden durch die Vibration der Insekten bei der Nektaraufnahme direkt in der Bl├╝te befruchtet.
Pflege:
Vordem Auspflanzen k├Ânnen die Pflanzen drau├čen abgeh├Ąrtet werden. Dazu stellt man sie ein paar Tage lang tags├╝ber nach drau├čen in den Schatten, sonst bekommen sie einen Sonnenbrand. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) k├Ânnen sie dann ausgepflanzt werden. Tomaten brauchen St├╝tzen/Tomatenst├Ąbe, an denen sie locker angebunden werden. Die meisten Sorten (au├čer Wild-und Cocktailtomaten, hier weniger streng vorgehen oder bei 1/1,5 m aufh├Âren) m├╝ssen aus gegeizt werden, das hei├čt, Nebentriebe die sich an den Blattachseln bilden werden regelm├Ą├čig raus gebrochen, damit die Pflanze ihre Kraft in die Fr├╝chte und nicht in die Triebe steckt. Tomaten sind anspruchsvoll und m├╝ssen ged├╝ngt (z.B. Kompost) und t├Ąglich gegossen werden. Die Bl├Ątter m├Âglichst nicht nass werden lassen.
Saatguternte:
Geerntet f├╝r die Saatgutgewinnung werden nur gesunde, voll reife Fr├╝chte aus der mittleren H├Âhe der Pflanze. Nach dem Aufschneiden sieht man die Samen der Tomate schon und kann sie einfach auskratzen. Die Samen am besten in dem eigenen Tomatenwasser drei Tage in einem Glas stehen lassen und regelm├Ą├čig leicht sch├╝tteln. Dies beugt der ├ťbertragbarkeit von Pflanzenkrankheiten vor und hilft dabei dieGallerte vom Samen zu bekommen. Anschlie├čend ordentlich in einem Sieb absp├╝len und anschlie├čend auf Kaffeefilter oder K├╝chenpapier trocknen lassen. Beschriftung nicht vergessen

Sament├╝tchen Nr. 6 Zuckermais

Anbau:
Ab Mai, der Boden sollte auf ca. 10 Grad Celsius erw├Ąrmt sein, bei einem Reihenabstand von 60 cm alle 10 cm ein Korn in die Erde legen. Nach der Keimung auf 30 cm vereinzeln. Wenn nur wenige Pflanzen erw├╝nscht sind, den Mais in Bl├Âcken s├Ąen, also in Raster mit ca. 45 cm Abstand. Die Blockpflanzung erleichtert die Best├Ąubung. Die Best├Ąubung erfolgt bei Maispflanzen allein durch den Wind, daher wird geraten, mind. 16 Pflanzen der gleichen Sorte zu pflanzen oder durch Sch├╝tteln der Bl├╝ten bei der Best├Ąubung nachzuhelfen. Achtung ÔÇôder Abstand zu einem benachbarten Maisstandort sollte mindestens 500m sein. Vor der Aussaat die K├Ârner etwa 12 Stunden lang in lauwarmes Wasser legen. Der Mais w├Ąchst hoch und benachbarte Reihen k├Ânnten unerw├╝nscht beschattet werden.
Pflege:
Nach der Saat ist Unkrautj├Ąten notwendig. Ist der Mais etwa kniehoch, wird mit Hornmehl ged├╝ngt. Wer in den Sommermonaten w├Ąssert, hat eine bessere Ernte. Sinnvoll ist es, Mais, Stangenbohnen und K├╝rbiszusammen anzubauen. Siebeg├╝nstigen sich gegenseitig. Die Bohnen ranken am Mais empor und versorgen den Boden mit Stickstoff. Der Stickstoff f├Ârdert das Wachstum des stark zehrenden K├╝rbisses, er beschattet den Boden und sch├╝tzt diesen vor Austrocknung. Der Mais w├Ąchst langsamer als die Bohnen, deshalb ben├Âtigen die Maispflanzen einen Vorsprung und sollten vorgezogen werden. Die Bohnensorte darf nicht zu stark w├╝chsig sein.
Saatguternte:
F├╝r die Saatguternte l├Ąsst man die Kolben vollst├Ąndig ausreifen. Der optimale Reifezeitpunkt ist gekommen, wenn sich die H├╝llbl├Ątter gelblich-braun verf├Ąrben. Der ganze Kolben wird mit einem St├╝ckchen Stiel abgeschnitten, die H├╝llbl├Ątter entfernt oder zur├╝ckgeklappt und die Kolben zum Trocknen an einem warmen, luftigen Ort aufgeh├Ąngt. Nach vollst├Ąndiger Trocknung der Kolben lassen sich die K├Ârner gut abrebeln. In der Mitte der Kolben sind die K├Ârner h├Ąufig dem Sortenbild entsprechend am besten entwickelt und ausgeformt. Diese verwendet man als Saatgut. Nun liest man auch von Sortenbild und Farbe abweichende K├Ârner aus. Das Saatgut soll trocken bei gleichm├Ą├čig k├╝hlen Temperaturen gelagert werden. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 4 Busch-und Stangenbohnen

Anbau:
Bohnen k├Ânnen direkt nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Garten in die Erde gelegt werden. Werden sie vor der Aussaat einen Tag in Wasser eingeweicht, keimen sie schneller. Die Bohnen sollten nicht zu tief in Reihen (Abstand 40 cm) liegen. Buschbohnen kommen in Horsten zu je 5 Bohnen in ein Loch oder in Reihe mit je 5 cm Abstand, Stangenbohnen einzeln an gro├če Stangen (5 Korn je Stange) oder in Bohnentipis. Beschriftung nicht vergessen. Gartenbohnen sind Selbstbefruchter, das hei├čt, die Befruchtung findet statt, bevor sich die Bl├╝te ├Âffnet. Feuerbohnen sollte man nicht mit Gartenbohnen zusammen pflanzen, da sie sich verkreuzen. Wer sichergehen will, dass Hummeln die Bohnenbl├╝ten nicht von hinten aufbei├čen, bietet ihnen nektarreiche Pflanzen an, z.B. eine Blumenwiese. Pflege:
Nach dem Aufgehen regelm├Ą├čig das Unkraut entfernen. Bohnen stellen keine hohen Anspr├╝che an den Boden. Sie sollten aber zu Beginn z.B. vor Schnecken oder Erdfl├Âhen gesch├╝tzt werden. Die Abdeckung mit einem Gem├╝sevlies ist hilfreich. Nach etwa 4-5 Wochen sollte die Erde rund um den Horst oder die Bohnen angeh├Ąufelt werden.
Saatguternte:
F├╝r die Saatgutgewinnung m├╝ssen die H├╝lsen der Bohnen vollkommen ausgereift sein. Sie sind reif, wenn die H├╝lsen trocken und br├╝chig sind. Bei trockenem Wetter ernten und noch ein paar Tage zum Trocknen aufh├Ąngen. Dann die Bohnen rauspulen und weiter trocknen. Sp├Ąter sollte das Saatgut als Schutz vor dem Bohnenk├Ąfer ca. 14 Tage bei min. -18C in einer Tiefk├╝hltruhe tiefgek├╝hlt werden (im Zweifelsfall nach der Ernte z├╝gig in die Bibliothek bringen, sodass das Saatgut Team die Samen tief frieren kann bevor es zu Sch├Ąden kommt). Die Beschriftung nicht vergessen.

Buschbohnen und Stangenbohnen haben einen ├Ąhnlichen Geschmack, sind aber in ihrer Konsistenz unterschiedlich. Buschbohnen haben eine knusprigere Textur und sind oft etwas s├╝├čer im Geschmack, w├Ąhrend Stangenbohnen weicher sind und einen etwas nussigeren Geschmack haben k├Ânnen.

Beide Sorten von Bohnen haben einen milden, leicht erdigen Geschmack und eignen sich gut als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Sie k├Ânnen roh gegessen werden oder gekocht werden, um sie weicher zu machen und den Geschmack zu intensivieren.

Bohnen sind auch sehr vielseitig und k├Ânnen in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden, einschlie├člich Suppen, Eint├Âpfen, Salaten und als Beilage zu Fleisch oder Fisch.