Gem├╝se

Sament├╝tchen Nr. 1 Salat

Anbau:
Salat ist ein Lichtkeimer. Bedecken Sie die Samen deshalb nicht mit Erden, ├╝bersieben Sie das Saatgut nur mit etwas Sand. Bei vielen Sorten kommt es bei Temperaturen ├╝ber 18┬░Grad Celsius zur Keimhemmung. In den meisten Regionen kann ab Ende M├Ąrz/Anfang April ins Freiland ausges├Ąt werden. F├╝r frischen Salat den ganzen Sommer ├╝ber kann man einfach bis in den September hinein alle 14 Tage nachs├Ąen.
Pflege:

Salat stellt keine hohen Anspr├╝che an den Boden. Idealerweise kommt er in einen tiefgr├╝ndig gelockerten Boden. Salate sollten nur mit vierj├Ąhriger Pause auf  derselben Fl├Ąche angebaut werden. Salat muss regelm├Ą├čig gegossen oder gehackt werden (ÔÇ×1x gehackt ist wie 3x gegossenÔÇť). Sonst werden die Bl├Ątter hart, die Pflanzen wachsen langsam und neigen dann zum Schie├čen. Wird der Salat fester und die K├Âpfe beginnen sich zu schlie├čen, weniger und vorsichtiger gie├čen, und zwar m├Âglichst nicht ├╝ber die K├Âpfe, sondern direkt auf die Erdoberfl├Ąche.
Ernte:
Zur Gewinnung von Samen einzelne K├Âpfe schie├čen lassen. Der Salatkopf zur  Samengewinnung sollte gro├č sein und eine gute Kopfbildung haben. Daf├╝r reichen schon 2-3 K├Âpfe, besser sind 5-10. Die selektierten Pflanzen gut markieren. Ein bl├╝hender Kopfsalat wird 1 m hoch, deshalb anbinden und vor Regen sch├╝tzen. Die Samenernte erfolgt nur an trockenen Tagen! Reif sind sie, wenn sich, ├Ąhnlich wie beim L├Âwenzahn, oben an den Fruchtst├Ąnden kleine, wei├če Schirmchen zeigen. Der Reifeprozess zieht sich ├╝ber mehrere  Wochen hin, deshalb entweder alle paar Tage die reifen Fr├╝chtchen durchernten oder den Zeitpunkt abpassen, wenn ein Gro├čteil der Samenkapseln reif ist und dann den ganzen Samentr├Ąger ernten. Die Pflanze kann in einen gro├čen Eimer/Bottich 3-5 mal kr├Ąftig ausgeschlagen werden, sodass die reifen Samen herausfallen. Vorsichtig in die Sch├╝ssel pusten, sodass sich die leichteren Kapselreste von den Samenk├Ârnern trennen. Beschriftung bitte nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 3 Spinat

Anbau:
Die einj├Ąhrige Pflanze wird direkt ins Beet ges├Ąt und kann schon nach 6 bis 8 Wochen geerntet werden. So sind mehrere Ernten pro Jahr auf derselben Fl├Ąche m├Âglich. Da Spinat bei der langen Helligkeit an Sommertagen schnell schie├čt und bl├╝ht, empfiehlt sich eine erste Aussaat ins Freiland von M├Ąrz bis Mai. Im August und September folgt die zweite. Alle Spinat-Sorten verkreuzen sich untereinander, deshalb immer nur eine Sorte anpflanzen. Es braucht mindestens 50 Samentr├Ąger von einer Sorte. Spinatpflanzen schie├čen, wenn sie in Bl├╝te gehen und brauchen dann viel Platz. Eine ausgewachsene Pflanze ├Ąhnelt einem Busch oder kleinen Baum.
Pflege:
An den Boden stellt Spinat keine hohen Anspr├╝che. Gut gedeiht er in einer lockeren, tiefgr├╝ndigen Erde, die vor der Aussaat mit etwas Kompost angereichert wird. W├Ąhrend des Wachstums braucht er keinen weiteren D├╝nger. Der sonnige oder halbschattige Standort muss regelm├Ą├čig feucht gehalten werden, sonst vertrocknen die jungen Bl├Ątter. Vorsicht, sie locken auch Schnecken an. Da Spinat rund 30 Zentimeter tief wurzelt und nur die Bl├Ątter geerntet werden, lockert er den Boden f├╝r folgende Pflanzungen. Spinat sollte nicht mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle angebaut werden. 
Saatguternte:
Spinatsamen sind stachelig. Deshalb Handschuhe benutzten wenn die Samen zusammen mit den vertrockneten Bl├Ąttern von den Stielen sanft abgerieben werden. Nicht mit zu viel Druck reiben, nur die Samenk├Ârner die leicht ausfallen sind auch gut keimf├Ąhig. Anschlie├čend die Samen zwischen den H├Ąnden reiben, damit sie sich voneinander l├Âsen, denn die Saat w├Ąchst in kleinen Nestern meist an den Blattachseln. Wenn die Saat und die Bl├Ątter von den Stielen getrennt sind, vorsichtig in die Sch├╝ssel pusten, so dass das vertrocknete Laub herausfliegt, die Samen aber in der Sch├╝ssel bleiben. Bitte Samen in beschrifteten T├╝ten lagern.

Sament├╝tchen Nr. 4 Busch-und Stangenbohnen

Anbau:
Bohnen k├Ânnen direkt nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Garten in die Erde gelegt werden. Werden sie vor der Aussaat einen Tag in Wasser eingeweicht, keimen sie schneller. Die Bohnen sollten nicht zu tief in Reihen (Abstand 40 cm) liegen. Buschbohnen kommen in Horsten zu je 5 Bohnen in ein Loch oder in Reihe mit je 5 cm Abstand, Stangenbohnen einzeln an gro├če Stangen (5 Korn je Stange) oder in Bohnentipis. Beschriftung nicht vergessen. Gartenbohnen sind Selbstbefruchter, das hei├čt, die Befruchtung findet statt, bevor sich die Bl├╝te ├Âffnet. Feuerbohnen sollte man nicht mit Gartenbohnen zusammen pflanzen, da sie sich verkreuzen. Wer sichergehen will, dass Hummeln die Bohnenbl├╝ten nicht von hinten aufbei├čen, bietet ihnen nektarreiche Pflanzen an, z.B. eine Blumenwiese.
Pflege:
Nach dem Aufgehen regelm├Ą├čig das Unkraut entfernen. Bohnen stellen keine hohen Anspr├╝che an den Boden. Sie sollten aber zu Beginn z.B. vor Schnecken oder Erdfl├Âhen gesch├╝tzt werden. Die Abdeckung mit einem Gem├╝sevlies ist hilfreich. Nach etwa 4-5 Wochen sollte die Erde rund um den Horst oder die Bohnen angeh├Ąufelt werden.
Saatguternte:
F├╝r die Saatgutgewinnung m├╝ssen die H├╝lsen der Bohnen vollkommen ausgereift sein. Sie sind reif, wenn die H├╝lsen trocken und br├╝chig sind. Bei trockenem Wetter ernten und noch ein paar Tage zum Trocknen aufh├Ąngen. Dann die Bohnen rauspulen und weiter trocknen. Sp├Ąter sollte das Saatgut als Schutz vor dem Bohnenk├Ąfer ca. 14 Tage bei min. -18C in einer Tiefk├╝hltruhe tiefgek├╝hlt werden (im Zweifelsfall nach der Ernte z├╝gig in die Bibliothek bringen, sodass das Saatgut Team die Samen tief frieren kann bevor es zu Sch├Ąden kommt). Die Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 5 Tomate

Anbau:
Tomaten k├Ânnen ab M├Ąrz/Anfang April im Warmen (auf der hellen Fensterbank oder im beheizten Gew├Ąchshaus) vorgezogen werden. Man s├Ąt alle Samen in eine breitere Aussaatschale. Nach 2-3 Wochen werden die einzelnen Jungpfl├Ąnzchen jedes f├╝r sich in einzelne T├Âpfchen verpflanzt/pikiert. Beschriftung, um welche Sorte es sich handelt, nicht vergessen. Tomaten sind Selbstbefruchter und Verkreuzungen der Sorten untereinander sind eher selten. Cocktail-und Fleischtomaten k├Ânnen sich miteinander verkreuzen, und sollten daher nicht gemeinsam vermehrt werden. Tomaten werden durch die Vibration der Insekten bei der Nektaraufnahme direkt in der Bl├╝te befruchtet.
Pflege:
Vordem Auspflanzen k├Ânnen die Pflanzen drau├čen abgeh├Ąrtet werden. Dazu stellt man sie ein paar Tage lang tags├╝ber nach drau├čen in den Schatten, sonst bekommen sie einen Sonnenbrand. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) k├Ânnen sie dann ausgepflanzt werden. Tomaten brauchen St├╝tzen/Tomatenst├Ąbe, an denen sie locker angebunden werden. Die meisten Sorten (au├čer Wild-und Cocktailtomaten, hier weniger streng vorgehen oder bei 1/1,5 m aufh├Âren) m├╝ssen aus gegeizt werden, das hei├čt, Nebentriebe die sich an den Blattachseln bilden werden regelm├Ą├čig raus gebrochen, damit die Pflanze ihre Kraft in die Fr├╝chte und nicht in die Triebe steckt. Tomaten sind anspruchsvoll und m├╝ssen ged├╝ngt (z.B. Kompost) und t├Ąglich gegossen werden. Die Bl├Ątter m├Âglichst nicht nass werden lassen.
Saatguternte:
Geerntet f├╝r die Saatgutgewinnung werden nur gesunde, voll reife Fr├╝chte aus der mittleren H├Âhe der Pflanze. Nach dem Aufschneiden sieht man die Samen der Tomate schon und kann sie einfach auskratzen. Die Samen am besten in dem eigenen Tomatenwasser drei Tage in einem Glas stehen lassen und regelm├Ą├čig leicht sch├╝tteln. Dies beugt der ├ťbertragbarkeit von Pflanzenkrankheiten vor und hilft dabei dieGallerte vom Samen zu bekommen. Anschlie├čend ordentlich in einem Sieb absp├╝len und anschlie├čend auf Kaffeefilter oder K├╝chenpapier trocknen lassen. Beschriftung nicht vergessen

Sament├╝tchen Nr. 6 Zuckermais

Anbau:  
Ab Mai, der Boden sollte auf ca. 10 Grad Celsius erw├Ąrmt sein, bei einem Reihenabstand von 60 cm alle 10 cm ein Korn in die Erde legen. Nach der Keimung auf 30 cm vereinzeln. Wenn nur wenige Pflanzen erw├╝nscht sind, den Mais in Bl├Âcken s├Ąen, also in Raster mit ca. 45 cm Abstand. Die Blockpflanzung erleichtert die Best├Ąubung. Die Best├Ąubung erfolgt bei Maispflanzen allein durch den Wind, daher wird geraten, mind. 16 Pflanzen der gleichen Sorte zu pflanzen oder durch Sch├╝tteln der Bl├╝ten bei der Best├Ąubung nachzuhelfen. Achtung ÔÇôder Abstand zu einem benachbarten Maisstandort sollte mindestens 500m sein. Vor der Aussaat die K├Ârner etwa 12 Stunden lang in lauwarmes Wasser legen. Der Mais w├Ąchst hoch und benachbarte Reihen k├Ânnten unerw├╝nscht beschattet werden.
Pflege:
Nach der Saat ist Unkrautj├Ąten notwendig. Ist der Mais etwa kniehoch, wird mit Hornmehl ged├╝ngt. Wer in den Sommermonaten w├Ąssert, hat eine bessere Ernte. Sinnvoll ist es, Mais, Stangenbohnen und K├╝rbiszusammen anzubauen. Siebeg├╝nstigen sich gegenseitig. Die Bohnen ranken am Mais empor und versorgen den Boden mit Stickstoff. Der Stickstoff f├Ârdert das Wachstum des stark zehrenden K├╝rbisses, er beschattet den Boden und sch├╝tzt diesen vor Austrocknung. Der Mais w├Ąchst langsamer als die Bohnen, deshalb ben├Âtigen die Maispflanzen einen Vorsprung und sollten vorgezogen werden. Die Bohnensorte darf nicht zu stark w├╝chsig sein.
Saatguternte:
F├╝r die Saatguternte l├Ąsst man die Kolben vollst├Ąndig ausreifen. Der optimale Reifezeitpunkt ist gekommen, wenn sich die H├╝llbl├Ątter gelblich-braun verf├Ąrben. Der ganze Kolben wird mit einem St├╝ckchen Stiel abgeschnitten, die H├╝llbl├Ątter entfernt oder zur├╝ckgeklappt und die Kolben zum Trocknen an einem warmen, luftigen Ort aufgeh├Ąngt. Nach vollst├Ąndiger Trocknung der Kolben lassen sich die K├Ârner gut abrebeln. In der Mitte der Kolben sind die K├Ârner h├Ąufig dem Sortenbild entsprechend am besten entwickelt und ausgeformt. Diese verwendet man als Saatgut. Nun liest man auch von Sortenbild und Farbe abweichende K├Ârner aus. Das Saatgut soll trocken bei gleichm├Ą├čig k├╝hlen Temperaturen gelagert werden. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 7 Erbsen

Anbau:
 
Man unterscheidet drei Sortengruppen: Pal-oder Schalerbsen, Markerbsen und Zuckererbsen. Palerbsen vertragen leichte Fr├Âste und werden bei Bodentemperaturen um 2 bis 5 C┬░ (Anfang/Mitte M├Ąrz) gelegt. Markerbsen und Zuckererbsen sind k├Ąlteempfindlicher und sollten erst bei Bodentemperaturen von 5 bis 8 C┬░ (April) ges├Ąt werden. Die beste Saattiefe sind 2 bis3 cm. Bei der Aussaat legt man alle 3 bis 5 Zentimeter ein Korn in die Saatrillen, die einen Reihenabstand von etwa 40 cm haben. Erbsen sind Selbstbefruchter. Fremdbefruchtung findet nur statt, wenn unterschiedliche Sorten zu nahe nebeneinanderstehen. Der Abstand zwischen den einzelnen Sorten sollte min. 10m betragen.
Pflege:
Sobald die Erbse aufgegangen ist, sollte das Beet regelm├Ą├čig gehackt, wenn n├Âtig gemulcht und nach 14 Tagen leicht angeh├Ąufelt werden. Das erh├Âht die Standfestigkeit im Beet. Au├čerdem bildet die Pflanze dann mehr Wurzeln und hinterl├Ąsst f├╝r Nachkulturen wie Kohl oder Fruchtgem├╝se eine feinkr├╝melige, stickstoffreiche Erde. Als einfache Rankhilfe f├╝r bis zu 80 cm hohe Erbsensorten steckt man frisch geschnittene oder trockene, kr├Ąftige Haselruten ├╝ber Kreuz circa 20 cm tief in die Erde. Der Boden ist anfangs nur m├Ą├čig feucht zu halten. Ab der Bl├╝tenbildung und w├Ąhrend der H├╝lsenentwicklung sorgt eine gleichm├Ą├čige Bodenfeuchtigkeit f├╝r einen guten Ertrag.
Saatguternte:
Um guten Samen zu bekommen, m├╝ssen die H├╝lsen braun und br├╝chig sein und die Fr├╝chte darin trocken rascheln. Dann 2 bis 3 Wochen an einem luftigen und schattigen Ort trocknen lassen und in einer beschrifteten T├╝te lagern. Vom Erbsenk├Ąfer befallene Fr├╝chte (erkennbar an einem kreisrunden Loch in der Erbse) bitte aussortieren. Genau wie Bohnen sollte das Saatgut direkt nach der Ernte f├╝r 14 Tage bei min. -18┬░C tiefgek├╝hlt werden, um Sch├Ąden durch den Erbsenk├Ąfer zu vermeiden. Wenn keine Tiefk├╝hltruhe vorhanden ist, zum tiefk├╝hlen z├╝gig zur├╝ck in die Bibliothek bringen. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 8 Radieschen

Anbau:    
Radieschen werden ab M├Ąrz/April direkt ins Freibeet ges├Ąt. F├╝r den Verzehr k├Ânnen alle zwei Wochen neue Radieschen nach ges├Ąt werden. F├╝r die Samenernte werden die einzelnen Samen deutlich weiter auseinander gelegt (bis zu 50 cm Abstand) als ├╝blich. Die Radieschen-Pflanzen schie├čen ab einer bestimmten Gr├Â├če und bilden Bl├╝ten. Bl├╝hende Radieschen-Pflanzen k├Ânnen sehr gro├č und breit werden. Bitte gen├╝gend Platz einplanen.
Pflege:
Radieschen bevorzugen leichte bis mittelschwere B├Âden mit einer guten Wasserversorgung. Bl├╝hende Radieschen m├╝ssen ggf. gest├╝tzt und mit einem Netz vor Kohlwei├člingen gesch├╝tzt werden. Radieschen sind Fremdbefruchter, und verkreuzen sich untereinander sowie auch mit Retticharten. Um Kreuzungen zu vermeiden, sollte immer nur eine Sorte bl├╝hen; mehrere Pflanzen von einer Sorte werden zur Best├Ąubung ben├Âtigt. Auch Rettich sollte nicht gleichzeitig in der N├Ąhe bl├╝hen. Lieber auch nur eine Sorte im Garten anbauen.
Saatguternte:
Radieschen-Samen sind reif (August/September), wenn die Schoten braun und trocken werden. Dann k├Ânnen sie geerntet und getrocknet werden. Weitere Schoten reifen bis zum Frost nach. Radieschen-Schoten k├Ânnen vorsichtig mit dem Nudelholz ÔÇ×gedroschenÔÇť werden, um die H├╝lsen von den Samenk├Ârnern zu trennen. Hilfreich ist dabei ein grobes Sieb, mit dem die Samen ausgesiebt werden. Den trockenen Samen in T├╝ten f├╝llen und diese beschriften.

Sament├╝tchen Nr. 9 Rauke/Rucola

Anbau:
Die Aussaat erfolgt ab 15┬░C von Anfang April bis Anfang September direkt ins Freiland. Hierzu sollte der Boden vor der Aussaat tiefgr├╝ndig gelockert werden, damit es keine Staun├Ąsse gibt. Zur Aussaat die Samen in Rillen 1 cm tief in den Boden legen. Der Reihenabstand sollte 15 bis 20 cm betragen. Die Rauke bevorzugt humusreiche, sandige bis lehmige B├Âden in voller Sonne. Nach der Rosettenbildung geht die Senfrauke rasch in die Bl├╝te und bildet Samen, der dann geerntet werden kann.
Pflege:
Rauke wurzelt recht flach und kann daher keine Wasserreserven aus tieferen Bodenschichten ziehen. Eine regelm├Ą├čige Wassergabe ist daher vor allem in trockenen Sommern notwendig. Halten Sie die Pflanzen unkrautfrei und lockern Sie den Boden um die Pflanzen. Rauke ben├Âtigt ausreichend Wasser, da die Bl├Ątter bei anhaltender Trockenheit rasch zu scharf werden. Wenn Sie die Samen sehr dicht ausges├Ąt haben, sollten Sie die Keimlinge auf etwa zwei bis drei Zentimeter Abstand vereinzeln. Eine zus├Ątzliche D├╝ngung ist nicht erforderlich, da es sich bei der Salatrauke um einen Schwachzehrer handelt.
Saatguternte:
F├╝r die Samenernte einige Pflanzen zur Bl├╝te kommen lassen und sp├Ąter die trockenen, braunen Samenst├Ąnde abschneiden. Man l├Ąsst sie nach trocknen und drischt sie dann aus. Die trockenen Samen werden bis zur Aussaat im n├Ąchsten Jahr in einem Glas oder einer Papiert├╝te dunkel, k├╝hl und trocken gelagert. Rauke versamt sich im Garten jedoch auch leicht selbst. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 10 Basilikum

Anbau:
Basilikum mag es warm, aber nicht zu sonnig. Im Freiland hat das Kraut erst eine Chance, wenn die Temperaturen nicht mehr unter acht bis zehn Grad Celsius fallen. An einem warmen und hellen Platz kann Basilikum ab Mitte Aprilausges├Ąt werden. Wer die Pfl├Ąnzchen im Zimmer bei Temperaturen um 20 Grad Celsius vorzieht, kann fr├╝her und l├Ąnger ernten. Als Lichtkeimer werden Basilikumsamen auf feuchter Erde angedr├╝ckt, aber nicht eingearbeitet. Wenn die Samen keimen, so versetzen, dass zwischen den Keimlingen drei bis f├╝nf Zentimeter Platz sind. Das Wachstum der Pflanze unterbinden. Dazu Triebe und Knospenbildung st├Ąndig entfernen, da Basilikum sonst bitter schmeckt. Zur Samengewinnung das Basilikum bis zur Bl├╝te wachsen lassen. Dabei sollte immer nur eine Basilikumsorte zur Bl├╝te kommen und vermehrt werden, da sie sich sonst untereinander verkreuzen.
Pflege:
An den Boden stellt Basilikum einige Anspr├╝che. Er sollte humusreich, locker und wasserdurchl├Ąssig sein. Gleichzeitig darf die Erde nicht austrocknen. Beim regelm├Ą├čigen Gie├čen m├Âglichst den Boden, nicht aber die Bl├Ątter befeuchten. Pralle Mittagssonne schadet der Pflanze ebenso wie ein zugiger Standort und heftiger Regen.
Saatguternte:
Ist der Bl├╝tenstand vollst├Ąndig abgetrocknet, mit einer Schere abschneiden. Ein wei├čes Blatt Papier oder ein Geschirrtuch bereitlegen und die Bl├╝tenst├Ąnde darauf ausbreiten. Die Samenkapseln zwischen den Fingern zerreiben. Dadurch l├Âsen sich die etwa 1-2 mm gro├čen, schwarzen Samen aus ihrer H├╝lle. Alles noch einmal gut trocknen. Die Samen werden am besten von den Blattresten durch vorsichtiges Pusten getrennt.  Die Samen sollten k├╝hl, dunkel und trocken gelagert werden. Zum Abf├╝llen k├Ânnen T├╝tchen oder kleine Gl├Ąser genutzt werden. Die Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 11 Peperoni und Chili

Anbau:
Die Peperoni sollte bereits im Februar/M├Ąrz bei 20-25┬░C an einem hellen Platz vorgezogen werden. 3 Samen in ein T├Âpfchen geben und mit einer d├╝nnen Schicht Erde bedecken (max.1cm). Die Erde vorsichtig befeuchten. Wenn sich neben den Keimbl├Ąttern das erste Laubblatt an den S├Ąmlingen entwickelt, sollten sie in einzelne T├Âpfe pikiert werden. Die Pflanzen vorsichtig aus der Erde nehmen und umsetzen. Die Erde sanft mit der Handfl├Ąche andr├╝cken und permanent leicht feucht halten. Weiterhin an einem hellen und warmen Standort belassen. Anschlie├čend die Pflanzen sanft abh├Ąrten, indem sie stundenweise nach drau├čen gestellt werden. Ab Mitte Mai k├Ânnen die Pflanzen dann ins Beet oder in gr├Â├čere T├Âpfe (mindestens 5 l) ins Freie. Peperoni-und Chilisorten kreuzen sich untereinander. Abstand zwischen den einzelnen Sorten mindestens 150m. Samen kann nur aus voll ausgereiften Schoten gewonnen werden.
Pflege:
Werden die Pflanzen nach dem Frost ins Freie umgesetzt, kann eine Mulchfolie f├╝r ausreichend Feuchtigkeit im Erdreich und Erw├Ąrmung des Bodens sorgen. Dadurch erw├Ąrmt sich der Boden bis zu zwei Grad, wodurch eine fr├╝here Reife gef├Ârdert wird. Eine zus├Ątzliche Rankhilfe ist notwendig, um ein Knicken der Pflanzen zu verhindern. Der Pflanzenabstand sollte 40-50 cm betragen. Peperoni brauchen einen warmen, hellen, gesch├╝tzten Platz. Der Wurzelballen sollte stets feucht sein, Staun├Ąsse sollte jedoch vermieden werden. Eine Mulchschicht h├Ąlt die Feuchtigkeit im Boden. Die Peperoni mit einem Gem├╝se-/ Tomatend├╝nger oder mit Brennesseljauche alle 14 Tage nach der ersten Bl├╝te d├╝ngen. Die erste Bl├╝te in der Blattgabelung zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb entfernen. Durch das Ab knipsen hat die Pflanze mehr Energie, w├Ąchst buschiger und hat h├Âhere Ertr├Ąge. Erntezeit ist zwischen August bis Ende Oktober. Je l├Ąnger die Peperoni reifen, desto intensiver ist Geschmack und Sch├Ąrfegrad. Die Fr├╝chte sind im fr├╝hen Stadium gr├╝n und je nach Sorte und Reife gelb, orange oder rot.
Saatguternte:
Peperoni l├Ąngs mit einem Messer ├Âffnen und den Samen entnehmen. Samenk├Ârner auf ein K├╝chenpapier legen und an einem warmen Ort trocknen lassen, nicht in der prallen Sonne. In einer Papiert├╝te bis zum Fr├╝hjahr frostfrei und dunkel aufbewahren. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 12 Thymian

Anbau:
Die Aussaat erfolgt in Vorkultur ab M├Ąrz/April. Die Aussaat im Freiland erfolgt ab April/ Mai. Den Samen nur auf die Aussaaterde streuen und leicht andr├╝cken. Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, nicht mit Erde bedecken oder mit wenig feinem Sand, der vor der Austrocknung sch├╝tzt und gleichzeitig Licht durchl├Ąsst. Der Pflanzabstand nach der Keimung betr├Ągt ca. 15 cm.
Pflege:
Thymian ist ein ausdauernder relativ frostharter Halbstrauch, der viel Sonne und durchl├Ąssige, kalkhaltige B├Âden liebt. Staun├Ąsse sollte vermieden werden. Gedeiht im K├╝bel und im Garten. Schlechter Pflanzpartner ist der Majoran. Gute Pflanzpartner sind Kohl, Schnittlauch und Ysop. Thymian ist eine gute Nahrungspflanze f├╝r Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Saatguternte:
Nach der Bl├╝te reifen die ersten Samen und fallen sehr leicht aus. Um den Erntezeitpunkt nicht zu verpassen sollten die Pflanzen abgeschnitten werden, wenn die unteren Samen reif sind. Die ganzen Samentr├Ąger an einem luftigen und dunklen Ort langsam nachtrocknen. Die verbl├╝hten und trockenen Bl├╝ten abstreifen und den schwarzen Samen trocken lagern. Der Rest kann nachwachsen und f├╝r die K├╝che benutzt werden oder im kommenden Jahr erneut f├╝r die Samenernte stehen gelassen werden. Beschriftung nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 13 Petersilie

Anbau: 
Petersilie (kraus oder glatt) ist zweij├Ąhrig; sie kann also im ersten Jahr geerntet werden und kommt im zweiten Jahr zur Bl├╝te und Samenbildung. Petersilie kann im Topf auf dem Balkon/Fensterbrett oder im Beet im Freiland angebaut werden. Die Aussaat kann ab Februar drinnen und ab M├Ąrz im Freiland erfolgen, Saattiefe etwa 0,5 cm. Sp├Ąte Saaten k├Ânnen bis in den August hinein erfolgen; eine Aussaat im August wird f├╝r die Saatguternte empfohlen. Petersilie braucht mit ca. 3Wochen recht lang zum Keimen, optimal sind 15-20 Grad Celsius. Nach 6 Wochen Voranzucht werden die Pflanzen in einem Abstand von ca. 15 cm ins Freiland  gesetzt.
Pflege:
Petersilie sollte feucht gehalten werden, vertr├Ągt jedoch keine Staun├Ąsse. Zu Beginn sollten Beikr├Ąuter regelm├Ą├čig entfernt werden. D├╝ngen ist in der Regel nicht notwendig. Bei starkem Frost im Winter sollte die Petersilie abgedeckt oder (bei Topfpflanzen) nach drinnen geholt werden.
Saatguternte:
Die st├Ąrksten Pflanzen beh├Ąlt man im zweiten Jahr im Beet, sodass sie im Juni und Juli zur Bl├╝te kommen. Die Bl├Ątter sind dann nicht mehr genie├čbar und gelten sogar als giftig, genau wie sp├Ąter die Samen. Die Dolden werden ├╝ber Insekten befruchtet, dann entwickeln sich die Samen von gr├╝n ├╝ber beige hin zu braun. Sind sie braun, sind sie reif und k├Ânnen geerntet werden. Dazu wird die Dolde vorsichtig vorne zusammengenommen und gut festgehalten, w├Ąhrend der Stiel abgeschnitten wird. Die Samen fallen leicht raus, und werden daher am besten direkt inein Papiert├╝tchen gegeben. Darin k├Ânnen die Samen weiter reifen. Am besten wird das T├╝tchen daf├╝r in die Sonne gelegt. Beschriftung nicht vergessen

Sament├╝tchen Nr. 14 Salbei

Anbau:
Die Aussaat in Vorkultur erfolgt im M├Ąrz/April, ins Freiland im April/Mai/Juni. Salbei ist ein Lichtkeimer, und wird bei der Aussaat nur auf die Aussaaterde gestreut und leicht angedr├╝ckt, nicht aber mit Erde bedeckt. Wer m├Âchte, kann den Samen mit feinem Sand bestreuen, das sch├╝tzt vor Austrocknen und l├Ąsst gleichzeitig das Licht durch. Die optimale Keimtemperatur betr├Ągt 18-22 Grad Celsius. Nach der Keimung wird die Pflanze im Abstand von 40 cm mal 40 cm gepflanzt. Bitte erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland pflanzen. Der Salbei ist eine gute Nahrungspflanze f├╝r Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und unter guten Bedingungen kommt die gro├če Holzbiene in den Garten.
Pflege:
Muskateller-Salbei ist eine winterharte mehrj├Ąhrige Pflanze und braucht wenig Pflege. Er braucht viel Sonne und durchl├Ąssige B├Âden. Salbei geh├Ârt zu den mehrj├Ąhrigen Pflanzen, die im ersten Jahr eine Blattrosette ausbilden und im folgenden Jahr imposante Bl├╝tenst├Ąnde entwickeln. Seine Bl├╝ten duften angenehm nach Zitrone und kr├Ąftig w├╝rzig.
Saatguternte:
Muskateller-Salbei ist mehrj├Ąhrig und s├Ąt sich nach der Bl├╝te selbst weiter aus. An den gro├čen Bl├╝tenst├Ąnden bilden sich viele kleine Samen. Da sich die reifen Samen leicht herausl├Âsen und herunterfallen, werden nach der Bl├╝te, wenn die ersten Samen herausrieseln, am besten die ganzen Bl├╝tenst├Ąnde abgeschnitten und auf ein gro├čes Leintuch gelegt. So k├Ânnen sie vollst├Ąndig trocknen und die Samen werden aufgefangen. Beschriftung der T├╝tchen nicht vergessen.

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