Anbau und Standort
Ab Mai und der Boden sollte auf ca. 10 Grad Celsius erwärmt sein. Der Reihenabstand sollte 60 cm betragen und alle 10 cm ein Korn in die Erde legen. Nach dem die Maispflänzchen sichtbar sind, auf 30 cm vereinzeln. Wenn nur wenige Pflanzen erwünscht sind, sollte der Mais in Blöcken sät weerden, also in Raster mit ca. 45 cm Abstand. Die Blockpflanzung erleichtert die Bestäubung. Die Bestäubung erfolgt bei Maispflanzen allein durch den Wind, daher wird geraten, mind. 16 Pflanzen der gleichen Sorte zu pflanzen oder durch Schütteln der Blüten bei der Bestäubung nachzuhelfen. Der Mais liebt humushaltigen Boden. Achtung, der Abstand zu einem benachbarten Maisstandort sollte mindestens 500m betragen. Vor der Aussaat die Körner etwa 12 Stunden lang in lauwarmes Wasser legen. Der Mais wächst sehr hoch und benachbarte Reihen können unerwünscht beschattet werden.
Pflege:
Nach der Saat ist Unkraut jäten notwendig. Ist der Mais etwa kniehoch, sollte mit Hornmehl gedüngt werden. Wer in den Sommermonaten wässert, hat eine bessere Ernte. Sinnvoll ist es, Mais, Stangenbohnen und Kürbis zusammen anzubauen. Sie begünstigen sich gegenseitig. Die Bohnen ranken am Mais empor und versorgen den Boden mit Stickstoff. Der Stickstoff fördert das Wachstum des stark zehrenden Kürbisses, er beschattet den Boden und schützt diesen vor Austrocknung. Der Mais wächst langsamer als die Bohnen, deshalb benötigen die Maispflanzen einen Vorsprung und sollten vorgezogen werden. Die Bohnensorte darf nicht zu stark wüchsig sein.
Saatgutgewinnung
Für die Samenernte lässt man die Kolben vollständig ausreifen. Der optimale Reifezeitpunkt ist gekommen, wenn sich die Hüllblätter gelblich-braun verfärben. Der ganze Kolben wird mit einem Stückchen Stiel abgeschnitten, die Hüllblätter entfernt oder zurückgeklappt und die Kolben zum Trocknen an einem warmen, luftigen Ort aufgehängt. Nach vollständiger Trocknung der Kolben lassen sich die Körner gut abrebeln. In der Mitte der Kolben sind die Körner häufig dem Sortenbild entsprechend am besten entwickelt und ausgeformt. Diese verwendet man als Saatgut. Nun liest man auch von Sortenbild und Farbe abweichende Körner aus. Das Saatgut soll trocken bei gleichmäßig kühlen Temperaturen gelagert werden. Beschriftung nicht vergessen.