Sament├╝tchen Nr. 4 Busch-und Stangenbohnen

Anbau:
Bohnen k├Ânnen direkt nach den Eisheiligen (Mitte Mai) im Garten in die Erde gelegt werden. Werden sie vor der Aussaat einen Tag in Wasser eingeweicht, keimen sie schneller. Die Bohnen sollten nicht zu tief in Reihen (Abstand 40 cm) liegen. Buschbohnen kommen in Horsten zu je 5 Bohnen in ein Loch oder in Reihe mit je 5 cm Abstand, Stangenbohnen einzeln an gro├če Stangen (5 Korn je Stange) oder in Bohnentipis. Beschriftung nicht vergessen. Gartenbohnen sind Selbstbefruchter, das hei├čt, die Befruchtung findet statt, bevor sich die Bl├╝te ├Âffnet. Feuerbohnen sollte man nicht mit Gartenbohnen zusammen pflanzen, da sie sich verkreuzen. Wer sichergehen will, dass Hummeln die Bohnenbl├╝ten nicht von hinten aufbei├čen, bietet ihnen nektarreiche Pflanzen an, z.B. eine Blumenwiese. Pflege:
Nach dem Aufgehen regelm├Ą├čig das Unkraut entfernen. Bohnen stellen keine hohen Anspr├╝che an den Boden. Sie sollten aber zu Beginn z.B. vor Schnecken oder Erdfl├Âhen gesch├╝tzt werden. Die Abdeckung mit einem Gem├╝sevlies ist hilfreich. Nach etwa 4-5 Wochen sollte die Erde rund um den Horst oder die Bohnen angeh├Ąufelt werden.
Saatguternte:
F├╝r die Saatgutgewinnung m├╝ssen die H├╝lsen der Bohnen vollkommen ausgereift sein. Sie sind reif, wenn die H├╝lsen trocken und br├╝chig sind. Bei trockenem Wetter ernten und noch ein paar Tage zum Trocknen aufh├Ąngen. Dann die Bohnen rauspulen und weiter trocknen. Sp├Ąter sollte das Saatgut als Schutz vor dem Bohnenk├Ąfer ca. 14 Tage bei min. -18C in einer Tiefk├╝hltruhe tiefgek├╝hlt werden (im Zweifelsfall nach der Ernte z├╝gig in die Bibliothek bringen, sodass das Saatgut Team die Samen tief frieren kann bevor es zu Sch├Ąden kommt). Die Beschriftung nicht vergessen.

Buschbohnen und Stangenbohnen haben einen ├Ąhnlichen Geschmack, sind aber in ihrer Konsistenz unterschiedlich. Buschbohnen haben eine knusprigere Textur und sind oft etwas s├╝├čer im Geschmack, w├Ąhrend Stangenbohnen weicher sind und einen etwas nussigeren Geschmack haben k├Ânnen.

Beide Sorten von Bohnen haben einen milden, leicht erdigen Geschmack und eignen sich gut als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Sie k├Ânnen roh gegessen werden oder gekocht werden, um sie weicher zu machen und den Geschmack zu intensivieren.

Bohnen sind auch sehr vielseitig und k├Ânnen in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden, einschlie├člich Suppen, Eint├Âpfen, Salaten und als Beilage zu Fleisch oder Fisch.

Sament├╝tchen Nr. 1 Salat

Anbau:
Salat ist ein Lichtkeimer. Bedecken Sie die Samen deshalb nicht mit Erden, ├╝bersieben Sie das Saatgut nur mit etwas Sand. Bei vielen Sorten kommt es bei Temperaturen ├╝ber 18┬░Grad Celsius zur Keimhemmung. In den meisten Regionen kann ab Ende M├Ąrz/Anfang April ins Freiland ausges├Ąt werden. F├╝r frischen Salat den ganzen Sommer ├╝ber kann man einfach bis in den September hinein alle 14 Tage nachs├Ąen.
Pflege:

Salat stellt keine hohen Anspr├╝che an den Boden. Idealerweise kommt er in einen tiefgr├╝ndig gelockerten Boden. Salate sollten nur mit vierj├Ąhriger Pause auf  derselben Fl├Ąche angebaut werden. Salat muss regelm├Ą├čig gegossen oder gehackt werden (ÔÇ×1x gehackt ist wie 3x gegossenÔÇť). Sonst werden die Bl├Ątter hart, die Pflanzen wachsen langsam und neigen dann zum Schie├čen. Wird der Salat fester und die K├Âpfe beginnen sich zu schlie├čen, weniger und vorsichtiger gie├čen, und zwar m├Âglichst nicht ├╝ber die K├Âpfe, sondern direkt auf die Erdoberfl├Ąche.
Ernte:
Zur Gewinnung von Samen einzelne K├Âpfe schie├čen lassen. Der Salatkopf zur  Samengewinnung sollte gro├č sein und eine gute Kopfbildung haben. Daf├╝r reichen schon 2-3 K├Âpfe, besser sind 5-10. Die selektierten Pflanzen gut markieren. Ein bl├╝hender Kopfsalat wird 1 m hoch, deshalb anbinden und vor Regen sch├╝tzen. Die Samenernte erfolgt nur an trockenen Tagen! Reif sind sie, wenn sich, ├Ąhnlich wie beim L├Âwenzahn, oben an den Fruchtst├Ąnden kleine, wei├če Schirmchen zeigen. Der Reifeprozess zieht sich ├╝ber mehrere  Wochen hin, deshalb entweder alle paar Tage die reifen Fr├╝chtchen durchernten oder den Zeitpunkt abpassen, wenn ein Gro├čteil der Samenkapseln reif ist und dann den ganzen Samentr├Ąger ernten. Die Pflanze kann in einen gro├čen Eimer/Bottich 3-5 mal kr├Ąftig ausgeschlagen werden, sodass die reifen Samen herausfallen. Vorsichtig in die Sch├╝ssel pusten, sodass sich die leichteren Kapselreste von den Samenk├Ârnern trennen. Beschriftung bitte nicht vergessen.

Sament├╝tchen Nr. 18 Gr├╝nd├╝ngung

Gr├╝nd├╝ngung bezieht sich auf das Anpflanzen von Pflanzen, die speziell f├╝r die Verbesserung der Bodengesundheit und -fruchtbarkeit angebaut werden, anstatt f├╝r den menschlichen Verzehr. Gr├╝nd├╝ngung kann dazu beitragen, den Boden mit N├Ąhrstoffen anzureichern, die Bodenstruktur zu verbessern und Unkrautwachstum zu unterdr├╝cken. Hier sind einige wichtige Punkte, die bei der Gr├╝nd├╝ngung zu beachten sind:

  1. Auswahl der richtigen Pflanzen: Die Auswahl der richtigen Gr├╝nd├╝ngungspflanzen h├Ąngt von verschiedenen Faktoren wie dem Klima, dem Bodentyp und der Art der Kulturpflanzen ab, die im Anschluss angebaut werden sollen. Einige beliebte Gr├╝nd├╝ngungspflanzen sind Klee, Lupinen, Senf, Phacelia, Raps und Hafer.
  2. Zeitpunkt der Aussaat: Die Aussaat der Gr├╝nd├╝ngungspflanzen sollte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, um die bestm├Âgliche Wirkung auf den Boden zu erzielen. Eine Aussaat im Herbst oder Winter kann dazu beitragen, den Boden zu bedecken und vor Erosion zu sch├╝tzen, w├Ąhrend eine Aussaat im Fr├╝hjahr dazu beitragen kann, Stickstoff und andere N├Ąhrstoffe im Boden zu fixieren.
  3. Bodenvorbereitung: Vor der Aussaat der Gr├╝nd├╝ngungspflanzen ist es wichtig, den Boden vorzubereiten, indem der Boden gelockert und von Unkraut befreit wird. Eine gute Bodenvorbereitung kann dazu beitragen, dass die Gr├╝nd├╝ngungspflanzen besser keimen und wachsen.
  4. Aussaatmethoden: Die Aussaat der Gr├╝nd├╝ngungspflanzen kann mit verschiedenen Methoden erfolgen, einschlie├člich der direkten Aussaat und der Ausbringung von Setzlingen. Die Wahl der richtigen Methode h├Ąngt von der Art der Pflanzen und den Bedingungen ab, unter denen sie wachsen werden.
  5. Bodenbedeckung: Eine gute Bodenbedeckung durch die Gr├╝nd├╝ngungspflanzen kann dazu beitragen, dass Unkrautwachstum unterdr├╝ckt wird, den Boden vor Erosion sch├╝tzt und N├Ąhrstoffe zur├╝ckh├Ąlt. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Gr├╝nd├╝ngungspflanzen ausreichend dicht wachsen, um eine wirksame Bodenbedeckung zu bieten.

Anbau: 
Gr├╝nd├╝ngungspflanzen sind Pflanzen, die aufgrund von unterschiedlichen Eigenschaften dazu beitragen den Boden zu verbessern, und ihn unterst├╝tzen sich zwischen oder nach Gem├╝sekulturen zu erholen. Sie k├Ânnen die Bodenstruktur verbessern, den Boden mit N├Ąhrstoffen und organischem Material anreichern, sodass keine D├╝ngung notwendig ist, verdichtete B├Âden auflockern und Boden vor dem Austrocknen und vor Verschl├Ąmmung sch├╝tzen. In der Regel werden sie nach der Bl├╝te und bevor sie wieder aussamen abgeschnitten und in den Boden eingearbeitet, oder sie frieren mit dem ersten Frost ab und die abgestorbenen Pflanzen bilden eine Schicht organischen Materials auf der Erdoberfl├Ąche und verrotten ├╝ber den Winter, genau wie die Wurzeln im Boden.
Saatguternte:
Auch wenn der Gro├čteil der Pflanzen in den Boden eingearbeitet wird und eine Selbst-Aussamung vermieden werden soll, m├╝ssen jeweils einige Pflanzen nach der Bl├╝te stehen gelassen werden, sodass die Samen ausreifen und geerntet werden k├Ânnen. Gr├╝nd├╝ngungspflanzen k├Ânnen auch gut kombiniert werden. Sie haben oft mehrere Funktionen, dienen z.B. zugleich auch als Bienenweide, bek├Ąmpfen Sch├Ądlinge im Boden oder dienen uns als Nahrungs-, Zier-, Heil-oder Energiepflanze.

Hier finden Sie eine ├ťbersicht ├╝ber die wichtigsten Gr├╝nd├╝ngungspflanzen: Klicken

Sament├╝tchen Nr. 3 Spinat

Anbau:
Die einj├Ąhrige Pflanze wird direkt ins Beet ges├Ąt und kann schon nach 6 bis 8 Wochen geerntet werden. So sind mehrere Ernten pro Jahr auf derselben Fl├Ąche m├Âglich. Da Spinat bei der langen Helligkeit an Sommertagen schnell schie├čt und bl├╝ht, empfiehlt sich eine erste Aussaat ins Freiland von M├Ąrz bis Mai. Im August und September folgt die zweite. Alle Spinat-Sorten verkreuzen sich untereinander, deshalb immer nur eine Sorte anpflanzen. Es braucht mindestens 50 Samentr├Ąger von einer Sorte. Spinatpflanzen schie├čen, wenn sie in Bl├╝te gehen und brauchen dann viel Platz. Eine ausgewachsene Pflanze ├Ąhnelt einem Busch oder kleinen Baum.
Pflege:
An den Boden stellt Spinat keine hohen Anspr├╝che. Gut gedeiht er in einer lockeren, tiefgr├╝ndigen Erde, die vor der Aussaat mit etwas Kompost angereichert wird. W├Ąhrend des Wachstums braucht er keinen weiteren D├╝nger. Der sonnige oder halbschattige Standort muss regelm├Ą├čig feucht gehalten werden, sonst vertrocknen die jungen Bl├Ątter. Vorsicht, sie locken auch Schnecken an. Da Spinat rund 30 Zentimeter tief wurzelt und nur die Bl├Ątter geerntet werden, lockert er den Boden f├╝r folgende Pflanzungen. Spinat sollte nicht mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle angebaut werden.
Saatguternte:
Spinatsamen sind stachelig. Deshalb Handschuhe benutzten wenn die Samen zusammen mit den vertrockneten Bl├Ąttern von den Stielen sanft abgerieben werden. Nicht mit zu viel Druck reiben, nur die Samenk├Ârner die leicht ausfallen sind auch gut keimf├Ąhig. Anschlie├čend die Samen zwischen den H├Ąnden reiben, damit sie sich voneinander l├Âsen, denn die Saat w├Ąchst in kleinen Nestern meist an den Blattachseln. Wenn die Saat und die Bl├Ątter von den Stielen getrennt sind, vorsichtig in die Sch├╝ssel pusten, so dass das vertrocknete Laub herausfliegt, die Samen aber in der Sch├╝ssel bleiben. Bitte Samen in beschrifteten T├╝ten lagern.

Hitze macht Pflanzen zu schaffen.

Es gibt Pflanzen, denen macht die Hitze nicht so viel aus. Sie sind resistenter gegen hohe Termperaturen, wie sie auch in unseren Breiten zunehmend vorkommen. Hier eine Auswahl:

Sanddorn

Die Fr├╝chte des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) sind gesund und lassen sich fabelhaft zu leckerer Marmelade verarbeiten. Er kommt recht gut mit Hitze zurecht und eignet sich daher f├╝r eine Anpflanzung im immer w├Ąrmeren Klima.

Wer Fr├╝chte ernten m├Âchte, muss eine weibliche und eine m├Ąnnliche Sorte oder direkt eine speziell gez├╝chtete, selbstfruchtende Sorte anpflanzen, da Sanddorn zweih├Ąusig ist. Doch auch als reiner Zierstrauch ist Sanddorn eine Augenweide. Sanddorn liebt durchl├Ąssige, lockere, sandige B├Âden und einen sonnigen Standort.

Ginster

Ginster (Genista) kommt urspr├╝nglich aus dem Vorderen Orient. Er z├Ąhlt zu den Str├Ąuchern, die Hitze und Trockenheit gut vertragen und mit kargen B├Âden zurechtkommen. Auch wenn seine gelben Bl├╝ten verlockend erscheinen, ist Vorsicht geboten: Ginster ist f├╝r Mensch und Tier giftig.  Neben Ginster kommen auch andere H├╝lsenfr├╝chtler der gleichen Pflanzenfamilie wie Cytisus (auch Gei├čklee) und Ulex (Stechginster)sehr gut mit Hitze und Trockenheit zurecht.

Olivenbaum

Olivenb├Ąume (Olea europaea) sind ├Ąu├čerst hitze- und trockenresistent. Die immergr├╝ne Pflanze kennt man aus Urlauben in Griechenland, Italien oder anderen s├╝dlichen Mittelmeerl├Ąndern, wo man gro├če Olivenhaine findet. Olivenb├Ąume wachsen sehr langsam, bl├╝hen erst nach 7-8 Jahren. Erst nach der Bl├╝te tragen sie Fr├╝chte. Dann haben sie eine H├Âhe von etwa 2 m erreicht. Will man seine eigenen Oliven ernten, muss man also Geduld haben. Au├čerdem sollte man dann entweder eine selbstfruchtende Sorte ausw├Ąhlen, oder zwei B├Ąume anbauen. Denn als zweih├Ąusige Pflanzenart gibt es rein m├Ąnnliche und rein weibliche Olivenb├Ąume.

Trompetenbaum

Nicht nur wegen seines Namens ist der Trompetenbaums (Catalpa bignonioides) ein ungew├Âhnliches Gew├Ąchs. Seine herzf├Ârmigen Bl├Ątter, die zahlreichen glockenf├Ârmigen Bl├╝ten und die bis zu 35 cm langen, bohnenartigen Fr├╝chte fallen in jedem Garten auf. Auch f├╝r Insekten ist der Trompetenbaum attraktiv, sie werden von seinen Bl├╝ten angelockt.

Der Trompetenbaum w├Ąchst am besten auf frischen n├Ąhrstoffreichen B├Âden, vertr├Ągt aber auch Trockenheit und Hitze, selbst auf weniger optimalen B├Âden. Frisch gepflanzt ist der Trompetenbaum die ersten f├╝nf Jahre frostanf├Ąllig und muss deshalb gegen K├Ąlte gesch├╝tzt werden.

Geranie

Geranien (Pelargonium) hei├čen eigentlich Pelargonien. Trotzdem sind sie als Geranien bekannt und auf vielen Balkonen zu finden. Die Pelargonienarten kamen urspr├╝nglich aus S├╝dafrika und bevorzugen sonnige und warme Standorte f├╝r ein gutes Wachstum und eine reiche Bl├╝tenbildung.

Petunie

Petunien (Petunia) sind gute K├╝belpflanzen f├╝r sonnige Balkone. Petunien k├Ânnen aufrecht oder h├Ąngend wachsen, je nach Art. Bei auseichender Bew├Ąsserung und guter Erde gedeihen sie auch bei hohen Temperaturen. Wenn man m├Âchte, k├Ânnen Petunien mit etwas Aufwand auch an einem k├╝hlen Ort im Haus ├╝berwintert werden.

Artischocken

Traditionell wachsen Artischocken (Cynara cardunculus var. scolymus) in L├Ąndern um das Mittelmeer.  Von dort sind sie gro├če Hitze gew├Âhnt und k├Ânnen auch h├Âhere Temperarturen aushalten. Auch wenn Artischocken Hitze gut vertragen, sind sie gegen Trockenheit allergisch. Deshalb m├╝ssen sie regelm├Ą├čig und ausreichen gegossen werden. Nach der Ernte der leckeren Bl├╝tenst├Ąnde k├Ânnen Artischocken im Boden bleiben, denn sie sind mehrj├Ąhrig und wachsen auch in den kommenden Jahren wieder. Vorausgesetzt, man bringt sie gut ├╝ber den Winter. Denn K├Ąlte vertragen sie nicht gut.