Mulchen

Mulchen – der Natur auf die Finger geschaut

Bei der Arbeit im Garten sollte die Natur unser Vorbild sein. Betrachten wir den Boden in einem Laubwald, so werden wir feststellen, da├č er nie „nackt“ und ungesch├╝tzt daliegt. Jedes Fleckchen ist entweder mit Pflanzen bewachsen oder von Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen bedeckt. Diese Streuschicht sch├╝tzt den darunterliegenden Boden vor ├╝berm├Ą├čiger Sonneneinstrahlung, aufprallendem Regen, austrocknenden Winden und anderen Witterungseinfl├╝ssen. Diesen Zustand k├Ânnen wir in unserem Garten nachahmen, indem wir den Boden zwischen den Blumen- und Gem├╝sebeeten, unter Str├Ąuchern und B├Ąumen mit einer Schicht aus Gr├╝nschnitt, Stroh oder Rindenhumus abdecken. Durch Mulchen werden eine ganze Reihe guter Wirkungen erzielt. Unter der Mulchdecke entsteht ein Bereich dunkler Feuchtigkeit, den unsere wichtigsten Mitarbeiter im Garten, die Bodenlebewesen, lieben. Durch den Mulch wird ihre Aktivit├Ąt enorm gef├Ârdert; Regenwurm, Asseln und viele andere kleine und kleinste n├╝tzliche Gartenbewohner finden unter der Mulchdecke einen idealen Lebensraum, gesch├╝tzt vor Trockenheit, prallem Sonnenlicht und gr├Â├čeren Temperaturschwankungen. Durch diese rege Bodent├Ątigkeit und die st├Ąndige Zufuhr humusbildender organischer Substanzen entsteht eine kr├╝melige Bodenstruktur, die wiederum f├╝r die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen bietet. Wasser- und Lufthaushalt sind in harmonischem Gleichgewicht. Wasser├╝bersch├╝sse werden schnell abgeleitet, so da├č keine Staun├Ąsse entstehen kann. Andererseits kann der so gut vorbereitete Boden auch f├╝r l├Ąngere Trockenperioden bestens Wasser speichern. Unter der Mulchdecke kann er nicht verschl├Ąmmen und verkrusten. Diese gleichm├Ą├čige Wasserversorgung der Pflanze verhindert Wachstumsstockungen und schaltet damit eine wesentliche Ursache f├╝r den Blattlausbefall aus. In Hanglagen wird der Boden leicht durch Wind und Wasser abgetragen. Nach starken Regenf├Ąllen finden sich h├Ąufig die wertvollsten feinen Bodenteilchen am Hangfu├č zusammengeschwemmt. Eine Mulchdecke verhindert das. Gleichzeitig unterdr├╝ckt der Mulch das Unkraut. Durch den Lichtentzug haben Samenunkr├Ąuter keine gro├če Chance, sich zu entwickeln, und das spart eine Menge Arbeit! Zu guter Letzt braucht ein gemulchter Boden viel weniger Gie├čwasser, da ihm durch die Decke kaum Wasser durch Verdunstung verlorengeht. Und jetzt im Sp├Ątherbst und Winter h├Ąlt die Mulchschicht die W├Ąrme im Boden und wirkt regulierend auf die Temperatur.

Zum Mulchen eignet sich unter anderem Gr├╝nschnitt, Kompost, Laub, Stroh, Rindenmulch, geh├Ąckselter Baumschnitt und gesundheitsf├Ârdernde Kr├Ąuter wie Beinwell oder Brennessel.

Der Mulch verrottet im Laufe der Zeit und es werden N├Ąhrstoffe frei gesetzt. Die Humusbildung und das Bodenleben werden gef├Ârdert. Der Boden wird feucht gehalten und der Unkrautwuchs wird verhindert. Aber je nach Material kann die Mulchschicht leider auch Schnecken anlocken.

Maria

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